07. + 08. Februar 2020: Stemweder Umsonst und Drinnen Festival

Wir bringen die Kuh auf’s Eis
Freitag, 7. Februar 2020 18.00 Uhr
Samstag, 8. Februar 2020 17.00 Uhr
Life House, Stemwede-Wehdem
Eintritt frei – Spende erwünscht

Das Stemweder Open Air Festival bekommt Nachwuchs. Unter dem Motto „Wir bringen die Kuh auf`s Eis“ veranstaltet der JFK Stemwede am 7. Februar ab 18 Uhr und am 8. Februar ab 17 Uhr ein großes Indoor-Festival im Life House in Stemwede-Wehdem. 11 Bands zeigen wie lebendig und vielfältig die regionale Musikszene ist. Sie lassen es im Zeichen der Kuh richtig krachen und verwandeln das Life House in einen Hexenkessel. Dazu gibt es eine Aftershow-Party in beiden Nächten.
Am Freitag spielen Marry a Beer (Modern Bottle Rock), Roll on Mouche (Bluesrock), Notausgäng (deutschsprachiger Punk), Einsturz (Punk), All Nine Yards (Hardrock) und die After Show wird vom Muppet DJ Team gestaltet. Samstag spielen dann Zebrastreifen (Pop-Punk), Marian Kuprat & The Youngstown Band (Rock mit Folk und Pop Einflüssen), Soulfield (Progressive Rock), Backyard Ramblers (Grungedelic & Bluesabilly), Brennholzverleih (Ska), Psaikorillaz (Alternative Metal) und mit einer After Show Party lässt DJ Bert das Festival ausklingen.
„Marry a Beer“ aus Burgsteinfurt spielen Modern-Bottle Rock, mit dem sie fast jeden Musikfan ansprechen. Das reicht von Rockballaden über Punkrock bis hin zu Hardrock. Der Sound ist dynamisch, druckvoll und laut. Die ausschließlich selbst geschriebenen Songs handeln von Freundschaft, Liebe und Schmerz. „Roll on Mouche“, die Schwerenöter des Bluesrock betreten das Parkett. Ihr Name ist nicht nur ein Wortspiel in Anlehnung an eine Pariser Vergnügungsstätte, sondern steht auch für eine Band, die in musikalischer Manier zum Amüsement ihrer Zuhörer beiträgt. Furore, Verspieltheit, Feeling: Das sind die Hauptakteure im Varieté der vier Crossover-Artisten, denen das Kunststück zwischen Lust- und Trauerspiel, zwischen Rock und Blues, Funk und Psychedelic auch ohne Sicherheitsnetz mühelos gelingt. Schneller, melodischer deutschsprachiger Punkrock mit viel Witz und nicht allzu viel Ernsthaftigkeit. Dieser Satz bringt das Motto der „Notausgäng” kurz und knackig auf den Punkt. Die dreiköpfige Kapelle aus Bremen bringt frischen Wind in das Genre. Emotional und entwicklungstechnisch steckengeblieben in den Hochzeiten des Punkrocks und Skatepunks der 90er Jahre, kennen und kannten die Jungs nie etwas anderes. „Einsturz“, die Punkpiraten aus dem vertrunkenen tiefsten Oldenburger Münsterland sind auch nach über 20 Jahren kein bisschen leise geschweige denn müde. “Einsturz“, das ist feinsinniger deutschsprachiger Punkrock ohne platte Parolen oder Plattitüden. Musikalisch gibt es mittelschnellen Punkrock zu hören, der einem mit jedem Song immer weiter ins Ohr geht. Hier werden flotte Songs zum Mitsingen und Abfeiern mit verständlichem Gesang und melodiöser Begleitung geboten. „All Nine Yards“ steht seit 2017 für modernen Hardrock mit Grunge, Pop und Metaleinflüssen. Hier prallen Rockgrooves auf Metalriff und Popmelodie verschmilzt mit Hardrock – irgendwo zwischen Stone Sour, Nothing More und Guns n Roses. Die beiden Typen vom Muppet DJ-Team haben Bock den Menschen ihre Musik aufzudrängen. Ihren Geschmack kann man nur schwer erfassen. Alles, außer Techno, vielleicht!?! Die Vorlieben tendieren klar in Richtung handgemacht Rockmusik. Sie selber beschreiben sich als „RockNRollPunkHardcoreIndiependentHipHopReggeaSkaElektropunkKillermaschinenDjays“. „Zebrastreifen“ hauchen den unbeschwerten Rhythmen vergangener Pop-Punk-Epochen neues Leben ein und verkleiden diese in deutschsprachiger Sehnsuchtslyrik. Einprägsame Texte, clevere Schlagzeugbeats, ein großes Powerchord-Feuerwerk – so klingt ihre Interpretation von modernem Pop-Punk. Den Sound nennen sie selbst gerne „Fernweh-Pop” und er ist definitiv der Soundtrack großer Gefühle im kleinen Moment. Mit Charme und Witz verpackt Marian Kuprat aus dem Ruhrgebiet große Worte und kleine Geschichten in authentische Rock- und Popsongs. Die intelligenten, deutschsprachigen Texte und eingängigen Lieder sorgten bereits sowohl deutschlandweit, als auch auf mehreren Touren in Russland für Begeisterung. Die mitreißenden Melodien lassen niemanden unberührt. „Soulfield” richten sich nicht nach einem bestimmten Musikstil, so dass die Art der Musik eher dem Hard-Rock/Progressive- Rock zuzurechnen ist. Auch wenn der Spaß am Gestalten und das Spielen der Musik im Vordergrund stehen, versuchen „Soulfield” doch eher ernstzunehmende Themen anzusprechen. Nichts desto trotz verleihen sie den Texten auch mal eine gehörige Portion Sarkasmus. „Backyard Ramblers“ – drei Mann ein Auftrag : Ready to Rock! Sie interpretieren Rock auf ihre ganz eigene Art. Eine Mischung aus Rockabilly, Blues und Grunge kombiniert mit selbst geschriebenen und gecoverten Songs ergibt den eigenwilligen Stil der „Backyard Ramblers“. “Brennholzverleih” bedeutet tanzbaren Ska, lockeren Reggae und wütenden PunkRock. Die Band macht Musik durch Menschen, mit Menschen und das Wichtigste: Musik für Menschen! Alltägliche Begebenheiten und gesellschaftskritische Themen werden gleichermaßen besungen. „Hier steppt nicht der Bär, hier brodelt der Saal!“, „Sau-sau guter Abend“ tönt es aus den (un)sozialen Netzwerken. „get on your feet and put on your dancing shoes“ „Psaikorrilaz“, die fünf Jungs aus Südkreis und der Stadt Osnabrück begeistern durch eigenkomponierten und abwechslungsreichen Alternative Metal. Durch die verschiedenen Richtungen, wie zum Beispiel Hip-Hop-Einlagen oder Hardcore-Parts, schmücken sie das häufige „Mainstream Gedudel” zu einem untypischen Metalsound. Dabei bringt die Band eine abgedrehte Show auf das Parkett, die schnell zum psychischen Ausrasten ansteckt. DJ Bert ist die menschliche Punkrock-Discokugel! Mit seinem tanzbaren Mix aus Punkrock, Ska und Soul, aber auch wahren Trash-Perlen ist er mittlerweile in ganz Norddeutschland unterwegs.

Text: JFK, Plakat: privat