13. Dezember, 20.00 Uhr: Gerd Dudenhöffer hat ein Déjà vu

Kulturzentrum BÜZ, Minden
„Ich weiß gar nicht, ob ich Ihnen das schon mal erzählt habe. Bestimmt…“ Er sitzt, wie immer, der Becker Heinz, die Kapp auf‘m Kopp. „Allez hopp dann!“, sagt er und präsentiert die Highlights aus 16 Programmen in über 30 Jahren. Aufgewärmte Pointen herunterleiern? „Geh fort!“ Nicht mit dem mehrfachen Kabarett- Preisträger Gerd Dudenhöffer. Heinz legt stets seinen „offenen Finger in die Wunde“ und erzählt Geschichten, die nichts an Brisanz und Aktualität verloren haben. Vom Nachbarn, der das Hakenkreuz an seiner Garage sofort wegwischt, weil‘s falsch herum gesprüht ist: „Das hätte es früher nicht gegeben!“ Vom Hunde-Herrchen, dessen Pit Bull – zuerst! – eingeschläfert wird, weil er das Kind zerfleischt hat: „Laut Gericht hätte es da gar nicht spielen dürfen.“ Von Stefans komischem Freund, der Ballett tanzt: „Der trägt so eine rote Schleife; ich finde das ja gut, dass man die markiert.“ Heinz im Sex-Shop, Heinz auf‘m Klo – ohne Papier, Heinz am kalten Buffet, Heinz und die Zeugen Jehovas: „Die waren ja früher gegen die Nationalsozialisten; kein Wunder, dass heute mit denen keiner was zu tun haben will.“ Heinz und die Flüchtlingsproblematik: „Wenn wir so was wie ein Auffangbecken sind, dann müssen wir auch gucken, dass der Abfluss frei bleibt!“ Und das alles in reinstem Saarländisch. Das Publikum erwartet explosives Ein-Mann-Theater- Kabarett mit herzhaftem Mutterwitz, hochpolitisch, bar jeder political correctness. „Vestehsche!“
Karten gibt es im Kulturzentrum BÜZ, beim Bücherwurm sowie beim express Ticketservice in der Obermarktstraße in Minden.

Foto: privat