13. Oktober, 20.00 Uhr: Queenz of Piano „verspielt“

>> Stadttheater, Minden
Ein Flügel ist ein Flügel bleibt ein Flügel. Oder eben auch nicht. Schon an einem geschlossenen Flügel lassen sich wundersame Dinge tun, mit einem aufgeklappten Flügel sind die Möglichkeiten noch ungleich größer. Beinahe sogar grenzenlos. Kommt eben darauf an, wer dahinter sitzt. Und im Falle zweier Flügel und der entsprechenden Besetzung wachsen die Möglichkeiten dann ins nahezu Unermessliche, mindestens aber höchst Erstaunliche. Wenn es Jennifer Rüth und Anne Folger sind, die als Queenz of Piano hinter den kostbaren Instrumenten sitzen, dann sind dem Spiel auf und mit und neben den 176 Tasten keine Grenzen gesetzt. „Entwickelt hat sich das Programm zwar aus der Klassik“, so Jennifer Rüth, „inzwischen aber haben wir auch unsere anderen Herzensangelegenheiten darin untergebracht. Wir spielen nach wie vor gern Bach und Beethoven, sind als ganz normale junge Frauen aber natürlich auch mal in der Disco oder auf Popkonzerten und hören Radio.“ Und das käme nun zusammen. „Etwa wenn wir Coldplays ’Viva La Vida’ für zwei Flügel arrangieren oder Michael Jacksons ’Billy Jean’.“ „Manchmal modernisieren wir die Klassik“, sagt Anne Folger, „manchmal bringen wir auch den Pop der Klassik näher. Wir experimentieren mit vielen verschiedenen Spieltechniken, wobei John Cage für uns eine gute Fundgrube ist. So machen wir etwa mit Gegenständen Musik, die eigentlich gar nicht auf eine Konzertbühne gehören.“ Wie etwa ein Chipsdosendeckel, Eisennägel, ein Milchaufschäumer, „oder wir präparieren das Piano mit Radiergummis. Dann geht der Sound in Richtung Barock.“ Gelacht, mitgeklatscht und mittendrin applaudiert werden darf bei den Queenz nicht nur, es ist sogar ausdrücklich erwünscht. „Es geht bei uns vor allem um den Spaß“, sagt Jennifer Rüth.
Karten gibt es beim Express-Ticketservice in der Obermarktstraße in Minden.

Foto: privat