Der Countdown läuft: WEIHNACHTSFEIERN JETZT PLANEN UND ORGANISIEREN

Ob in der Firma, dem Verein, der Familie oder in der Clique, – zum Jahresausklang gehört sie überall dazu: Die Weihnachtsfeier. Endlich mal gemütlich zusammensitzen, sich mit einem guten Essen verwöhnen lassen, Zeit zum Plaudern haben, darauf freut sich jeder. Was jedoch für die meisten noch in weiter Ferne scheint, bedeutet für alle, die mit der Ausrichtung betraut wurden oder diese Aufgabe freiwillig übernehmen möchten, in den nächsten Wochen mit der Planung und Organisation zu beginnen, insbesondere bei Weihnachtsfeiern außer Haus. Denn bereits jetzt laufen in Restaurants, Gaststätten und Hotels die Buchungen. Wer nicht frühzeitig reserviert, dürfte später kaum kurzfristig einen Platz zum Wunschtermin bekommen, schon gar nicht für größere Runden. Ein weiterer Aspekt, den es zu bedenken gilt: Einladungen brauchen einen Vorlauf. Mindestens drei Wochen sind die Regel, im Freundeskreis genügen zehn Tage.

Wichtigster Ausgangspunkt ist, wo und wie gefeiert werden soll. Im privaten Kreis ist die Antwort oft schnell gefunden. Hier steht Behaglichkeit im Vordergrund. Es soll zwanglos zugehen, vor allem, wenn Kinder dabei sind. Und weil man einander gut kennt, ist auch die Frage des Menüs rasch abgeklärt. Viele setzen auf Tradition und freuen sich Jahr für Jahr auf die klassische Weihnachtsgans. Aber natürlich bieten die Gastronomen der Region daneben etliche andere Köstlichkeiten unterschiedlichster Küchen an. Zur Auswahl stehen deutsche und internationale Gerichte, von deftig über raffiniert bis vegetarisch. Es lohnt sich also im Vorfeld, die Angebote zu prüfen und vielleicht mal etwas anderes als üblich zu probieren. Entscheidend ist, dass es allen schmeckt. Wer den Abend nicht nur auf ein gemeinsames Essen begrenzen möchte, sollte sich zudem informieren, welche Unterhaltungsmöglichkeiten im Haus oder in der Nähe vorhanden sind. Kegeln oder Bowling kommt bei Groß und Klein immer gut an und verschafft zugleich Bewegung nach dem Essen. Etwas schwieriger gestaltet sich die Planung für offizielle Weihnachtsfeiern. Für kleinere Runden, die das Zusammensein genießen möchten, sind reguläre Tischreservierungen in den Restaurants ausreichend. Ambiente und Service der Lokalität geben vor, wie stilvoll der Abend verbracht werden soll. Essen „à la carte“ ist hier ideal, weil jeder nach seinen Geschmacksvorlieben auswählen kann. Eine Alternative zu diesem eher konventionellen Rahmen ist der gemeinsame Besuch eines Kabaretts oder Casinos plus Essen. Jüngere Leute mit schmalen Portemonaie, die es legerer mögen, amüsieren sich beispielsweise nach der Pizza sicherlich beim Schlittschuhlaufen oder auf dem Weihnachtsmarkt. Im Auge behalten sollte der verantwortliche Planer einer Weihnachtsfeier in jedem Fall die Anfahrtswege und eventuell zu organisierenden Mitfahrgelegenheiten für diejenigen, welche nicht motorisiert sind. Größere Gesellschaften zu planen, ist eine Herausforderung und kostet viel Zeit. Die Anzahl der Gäste und Budgetvorgaben bestimmen den Veranstaltungsort und das Programm. Zum Buchen des Saales und einer Musikgruppe oder eines professionellen DJ müssen Sitzmöglichkeiten, Beleuchtung und Dekoration bestimmt werden. Statt festgelegtem Menü empfiehlt sich ein Buffett, das möglichst allen Geschmacksrichtungen gerecht wird. Die erfahrenen Gastronomen geben gern Tipps, wie die Feier ein Erfolg wird und sind darum der richtige Ansprechpartner.

 

WILD UND ROTWEIN:
ZU HERZHAFTEN WILDGERICHTEN KRÄFTIGERE ROTWEINE
WILD IST NICHT GLEICH WILD UND ROTWEIN NICHT GLEICH ROTWEIN.

Es gibt feinere Wildgerichte, wie Rehrücken rosa, und herzhaftere, wie Hirschgulasch, Hasenpfeffer oder Hasenkeule. Zum wahren Genuss sollte auch der Rotwein passen, der zu herzhaften Wildgerichten etwas herber und kräftiger in den Tanninen sein darf. Ein gutes Beispiel eines herzhaften Wildgerichts ist eine Hasenkeule, wozu sich ein schönes Rezept findet.

 

REZEPT HERZHAFTE HASENKEULE FÜR ALLE, DIE ES KRÄFTIGER MÖGEN, EIN WUNDERBARES WILDREZEPT
Zutaten für vier Personen: 4 Hasenkeulen ( à ca. 200 g), 2 Zwiebeln, 1 Bund Suppengemüse, 3 Knoblauchzehen, Salz, Pfeffer, 2 Lorbeerblätter, 1/2 Zitrone, 2 Zweige Thymian, 6 Salbeiblätter, 50 g Räucherspeck, 2 EL Olivenöl, 400 ml Rotwein und 250 ml Wildfond.

Die Hasenkeulen waschen und in eine flache Schüssel legen. Zwiebeln und Knoblauch schälen und in Scheiben schneiden, Suppengemüse putzen, in Würfel schneiden und alles mit Lorbeer, Thymian und Zitronenscheiben auf dem Fleisch verteilen. Dann mit Rotwein übergießen bis das Fleisch komplett bedeckt ist, mit Klarsichtfolie abdecken und 12 Stunden im Kühlschrank marinieren lassen. Dann die Keulen aus der Marinade nehmen und trocken tupfen. In einem Bräter Öl erhitzen, darin das Fleisch und die Speckschwarten goldbraun anbraten, aus dem Bräter nehmen und erst einmal bei Seite stellen. Die Marinade durch ein Sieb gießen. Gemüse und Gewürze im Bräter anbraten und mit etwas Rotwein ablöschen. Die Keulen wieder zugeben und mit Marinade und Wildfond begießen, bis sie halb bedeckt sind. Danach im vorgeheizten Ofen bei 180 Grad 1-1,5 Stunden weich schmoren. Die verdampfte Flüssigkeit zwischendurch mit Fond oder Marinade auffüllen. Anschließend Fleisch aus der Sauce nehmen, Saucenfond durch ein Sieb passieren, abschmecken und aufkochen. Das Fleisch in die Sauce legen und 15-20 Minuten sachte ziehen lassen. Schließlich anrichten und mit Semmelknödel, Rotkraut, Pilzen, Maronen, Preiselbeeren und einem der Rotweine genießen. Als Beilagen werden empfohlen: Semmelknödel, Rotkraut, Pilze, Maronen und Preiselbeeren.

 

PASSEN BESSER ZU FEINEREN WILDGERICHTEN:
FRUCHTIGERE ROTWEINE, NICHT ZU VIEL GERBSTOFF
Wild und Rotwein sind zwar klassisch, doch nicht jeder Rotwein passt zu jedem Wildgericht. Es gibt zartere und feinere, wie Rehrücken rosa oder Hirschkalbsteak, und deftigere, wie Wildschwein, Hirschgulasch oder Hasenpfeffer. Auch bei Rotwein – wir sprechen hier nur von trockenen – gibt es die fruchtigeren, nicht zu gerbstoffbetonten und die kräftigen, sehr tanninreichen, meist aus Cabernet-Sorten und häufig im Barrique gereift. Weil starke Gerbstoffe manch feinen Wildgeschmack übertönen, fügen sich zu feineren Wildgerichten besser nicht zu gerbstoffreiche Rotweine, ganz besonders bei so feinen, wie Rehrücken rosa. Das hat nichts mit
der Qualität der Weine zu tun. Je gerbstoffreicher desto besser gilt nicht. Es gibt hochwertige Rotweine, die etwas weicher schmecken, insbesondere Spätburgunder. Schließlich würde niemand widersprechen, dass erstklassige Spätburgunder aus Burgund zu den besten Rotweinen der Welt zählen.

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