„Die andere Frau“ von Michael Robotham

Gelesen von D. Böttjer

Der Psychologe Joe O’Louglin hat schon genug Probleme. Er hat erst kürzlich seine Frau verloren und kümmert sich jetzt alleine um seine Tocher Emma, die seit dem plötzlichen Tod seiner Frau vor 16 Monaten damit zu kämpfen hat und ihm große Sorgen bereitet. Außerdem plagt ihn auch noch seine Parkinson-Erkrankung. Deshalb ist Joe mit Emma von Somerset nach North London gezogen, eine bessere Gegend. Hier besucht Emma eine Privatschule und Charlie studiert Psychololgie. Da erreicht Joe plötzlich ein Anruf aus dem Krankenkhaus, sein Vater William ist schwer gestürzt und liegt im Koma. Sofort macht sich Joe auf den Weg als er jedoch dort ankommt sitzt auf der Intensivstation eine völlig fremde Frau, die behauptet Williams Frau zu sein. Doch es scheint nichts einen Sinn zu ergeben denn Joes Eltern sind seit Jahrzehnten verheiratet und diese Fremde am Bett seines Vaters ist definitiv nicht seine Mutter sondern erheblich jünger.
Vollkommen irritiert vertraut er sich einer von seinen drei Schwestern an und beginnt auf eigene Faust Nachforschungen zu betreiben, da er von Seiten der Polizeit keine Unterstützung erwarten kann denn der ermittelnde Beamte macht aus seiner Abneigung gegen Joe keinen Hehl. Nach und nach bringen ihn die Geheimnisse und das vorgebliche Wissen um die eigene Vergangenheit bedrohlich ins Wanken. Plötzlich muß er erfahren, dass eine ihm nahestehende Person über Jahrzehnte ein Lügengebäude aufgebaut hat. Für Joe, der ja selbst Psychologe ist, mus dies eine sehr schmerzhafte und verstörende Erfahrung sein. Als Leser fragt man sich ständig was ist wahr und was ist gelogen.

Goldmann Paperback
ISBN 978-3-442-31504-8
448 Seiten, 14,99 €