„Die Nacht in Dir“ von Linda Cohen

Gelesen von D. Böttjer

Lucy King flieht vor ihrem gewalttätigen Ex-Freund aus Brooklyn nach Woodstock um in der beschaulichen Stadt ein neues Leben zu beginnen. Hier mietet sie sich ein Cottage am Rande der Stadt, sie hat nur das Nötigste bei sich was man auf der Flucht braucht. Sie ist einsam und verängstigt und deshalb froh, als sie Anschluss bei ihren neuen Nachbarn Vera, Galeristin und John; Künstler, findet. Die beiden nehmen Lucy herzlich auf und laden sie regelmäßig zum Essen ein und versprechen, die junge Frau zu beschützen. Trotzdem fühlt sich Lucy unsicher und verfolgt, insbesondere als immer wieder Gegenstände aus ihrem Haus verschwinden. Aber auch Vera und John haben Probleme. Die Galerie läuft nicht so gut und auch der finanzielle Druck ist groß. John und Vera spielen schon länger mit dem Gedanken, John verschwinden zu lassen, um so seine Kunst attraktiver zu machen, außerdem gibt es um John auch noch ein böses Gerücht. Die inzwischen liebgewonnene Lucy wird kurzerhand Teils des Plans, den Tod von John vorzutäuschen, damit die drei ein neues Leben an einem anderen Ort beginnen können. Auf einer Wanderung soll John in den Fluss stürzen. Der Plan wird durchgeführt und Lucy bezeugt den vermeintlichen Absturz. Doch dann überschlagen sich die Ereignisse und nichst läuft mehr wie geplant. Am nächsten Morgen wird John tatsächlich tot aufgefunden, erstochen in seiner Waldhütte. Aufgrund ihrer Falschaussage rückt Lucy jetzt in den Kreis der Verdächtigen. Als Tatverdächtige in einem Mordfall darf sie die Stadt nicht verlassen und gerät in Panik.
Das Buch ist spannend inszeniert und überschaubaren Wendungen gespickt, die zeigen, wohin leichtsinniger Klatsch und Tratsch führen kann und wie biegsam Wahrheit ist.

Erschienen bei Droemer, Paperback
ISBN: 978-3-426-28236-6