Die Wilde Jagd – Uhrwald Orange

Bureau B.

Mit dem Bandprojekt Wilde Jagd taucht der Ausnahmekünstler Sebastian Lee Philipp ganz tief in einen „Uhrwald“ ein, der das Zeitempfinden verschiebt, einen klanglichen Mikrokosmos öffnet und in ihm einen minimalistischen, spannungsgeladenen und düsteren, fast schon hypnotischen, Klang erzeugt. Inspiriert durch das Bild „Tiere der Nacht“ des flämischen Malers Frans Snyders (1579-1657) entstanden verwirrende Stücke, die sich „Säuregäule“, „Flederboy“ und „2000 Elefanten“ nennen. Manchmal wird es gespenstisch, dann treten wieder psychedelische Bass- und Gitarrenloops hervor, plötzlich erklingen georgische Chorgesänge, mittelalterliche Kirchenmusik gesellt sich hinzu und auf dem Weg zum Rausch begleiten Naturklänge, Mandolinen und Elektroniksequenzen die Melodien.

THOMAS BEHLERT