Ein Ausblick auf die Mode: Herbst & Winter

WIR HABEN DIE AKTUELLE PARISER VOGUE STUDIERT!
Unsere Redaktion hatte vor dem Verfassen dieses Artikels natürlich auch die Augen im sturmbehafteten Urlaub weit offen und zudem auch den ein oder anderen Blog im Internet besucht um Gegensätze in der Wahrnehmung zu orten. Vorrangig ist die Rundumschau im Universum der Designer einer Rechtfertigung dieses prophetischen Blicks auf die Welt der Mode geschuldet.

EINES VORWEG
Die Mode, die Schnitte, der Look… Die achtziger Jahre sind wie auch in den letzten Jahren weiterhin überall. Natürlich mit Ausnahme von Puffärmeln, Neonwesten und Frisur-Fauxpas. Glitzer & Glamour, Satte Töne, Hüftbetonte Schnitte und vor allem interessante Spielereien mit Kontrasten und Mustern vermitteln den Eindruck als wären wir in einer Zeitkapsel gefangen. Zum Glück haben wir aber Designer die mit Herz, Seele und Verstand immer wieder Details und eigene Ideen zum schier unendlichen Pool an 80er Inspiration hinzutun.

DER KONSUMENT WILL NEUES…
… um dann auf Nummer sicher gehen zu können.
Einen gewagten Einkauf könnte man bereuen. Manchmal erst in der gemütlichen Festtags-Zeit, oder im Jahr darauf. Das Gefühl ein Opfer von Fehleinschätzung beim letzten Einkauf gewesen zu sein, kennen wir im ländlichen Westen Deutschlands sehr gut. Aber hier wollen wir diesmal ausgiebig die experimentierfreudigen Herzen belohnen, indem wir die aktuellen Highlights aus Paris und dessen nicht zu verachtenden Ableger zelebrieren. Es folgt eine Aufzählung der spannendsten Trends für Accessoires und Bekleidung zur Hilfestellung eigener Inspiration und Recherchen.

Ethno Look, Knit, Kontrast, Floral, Power…Wer hier hellhörig wird sollte sich unbedingt auf die Suche nach folgenden Marken machen: Etro, Missoni, Isabel, Alberta Ferreti, Mulberry und Claudie Pierlot, Alexander McQueen und Kate Spade.

80’s, Charming, Sexy…  Hier findest Du Deine eigenen Gelüste wieder? Bitteschön: Sandro Paris, Levi’s, Ralph Lauren, Max mara, J Brand und Versace.

Extravaganza, Glamour & Gold…  Für die betuchteren und auch selbstbewussteren Damen: Roberto Cavalli, Saint Lauren, Christofle, Ofée, Ermanno Scervino und The Harmonist.

GIBT ES TRENDS IN DER FARBGEBUNG?
Die Hersteller und Designer gehen bezüglich der vorrangig benutzten Farbpalette dieses Jahr weiterhin auf Nummer Sicher. Zumindest im europäischen Raum hat sich für die Herbstmode eine Auswahl von nahezu ausschließlich Natur-Themen bezogenen Tönen etabliert. Als wollte man die bekleideten Menschen im Einklang mit der Blattgefärbten Umgebung wissen. Aber neben der breiten Palette an Braun-, Rot- und Sandtönen haben gedämpfte Schattierungen von Blau wie immer Hochsaison. Das ist offensichtlich aber dem Gesetz geschuldet, das man nach der meist aufregenden Zeit des Frühlings und des Sommers eine Balance herstellen möchte. Dies gilt für Designer, wie auch den Konsumenten.

Airy Blue, Riverside und Dusty Cedar sind die selbsterklärenden Namen der Pantone, die auch in 2017 wiederholt in unserem Blickwinkel erscheinen werden. Einzig diverse Abstufungen von sattem Magenta und seltener Oliv tummeln sich vereinzelt in der Herbst-Oberbekleidung der Damenwelt um die sonst eher absichtlich nicht aufregende Farbpalette.

Dunkle Blautöne hatten vor einigen Jahren einen wohlverdienten Run, werden 2017/18 aber wohl leider schwerer auszumachen sein. Für 2018/19 sollte sich Petrol sein vorgezogenes Comeback verdient haben.

UND DIE MÄNNER?
Über der Jeans gibt es weiterhin ein steigendes Plus für das Hemd. Shirts und Pullover gehen eher weiter abwärts im Trend. Leider hat die Qualität in Schnitt und Fadendichte in den letzten Jahren im günstigeren Sektor nachgelassen. Das schier unendliche Netz aus Streifen und Rechtecken bäumt sich für die Hemden 2017/18 hoffentlich zum letzten Mal in Dieser Dekade auf um dann Platz für andere Muster und Techniken zu machen. Wir sind ja nicht wirklich Teil der 90er Grunge Szene gewesen oder?

ERKENNEN WIR DEIN MUSTER?
Deutsche Konsumenten bevorzugen weiterhin satte und natürliche Töne. Statistiken bleiben hier nahezu unverändert. Aber unter uns. Der Wunsch nach Uni-color, Musterbefleckt, oder Batik-Kunst ist oftmals so wechselhaft wie das Wetter. Also wenn ihr neue Schuhe, Oberbekleidung, Windjacken oder etwas anderes im Auge habt – gebt einfach gut Acht ob eure Haar-, Augen- und Schuhfarbe harmoniert – oder aber einen interessanten Kontrapunkt zum neuen Kleidungsstück bildet. Von unserer Seite aus sind einzig das kombinieren von Natürlichen und sattenmit kühlen Pastell-, oder gar schrillen Farben weiterhin ein No-Go. Darüber hinaus: „Traut euch mal was!“

Foto: Sergiu Birca / Shutterstock