Eine Tasse Kaffee mit …

dem ehemaligen Nationaltorhüter Uli Stein

Wir treffen Uli, immerhin einer der erfolgreichsten und besten Torhüter seiner Zeit, bei BMW B&K in Bad Oeynhausen. Sportlichkeit trifft Sportlichkeit, war die Idee. Erst ein Fotoshooting und dann mit Kaffee ins interessante Gespräch. „Uli, erzähl uns mal ein wenig über deine Zeit als Fußballprofi.“ Das ging los mit seinen Spieleinsätzen, die er von 1978 bis 1997 512-mal in der Bundesliga, 133-mal in der 2. Bundesliga und 57-mal in verschiedenen Europapokalwettbewerben als Torwart absolvierte. Mit 645 Einsätzen in den zwei oberen Spielklassen ist er damit der Akteur mit den meisten Einsätzen im deutschen Profifußball.

„Begonnen hat meine Profikarriere 1976 bei Arminia Bielefeld, danach wechselte ich zum Hamburger SV (1980–1987). Von 1987 bis 1994 spielte ich für Eintracht Frankfurt, kehrte für die Saison 1994/95 aber noch einmal zum HSV zurück, nachdem mein Engagement bei der Eintracht im April 1994 vorzeitig geendet hatte. Im folgenden Jahr spielte ich wieder für Arminia Bielefeld in der 2. Bundesliga, packte den Aufstieg und beendete am Ende der Saison 1996/97 meine Karriere im Profifußball.

Mit dem HSV gewann ich den DFB-Pokal 1987 und wurde 1982 und 1983 Deutscher Meister. Einer der Höhepunkte meiner Karriere war ebenfalls 1983 der Gewinn des Europapokals der Landesmeister. Mit Eintracht Frankfurt holte ich dann den DFB-Pokal 1988 und verteidigte als Spieler den Titel von 1987. Damit war ich der erste Torwart, der dies mit zwei verschiedenen Vereinen schaffte.

Während meiner Zeit beim Hamburger SV wurde ich auch dreimal deutscher Vizemeister (1981, 1984 und 1987) und erreichte mit dem Team sowohl das Finale des UEFA-Pokals 1982 als auch das Weltpokal- Finale 1983.

Für die Nationalmannschaft kam ich von 1983 bis 1986 sechsmal zum Einsatz und stand 1986 bei der WM in Mexiko im deutschen Aufgebot. Dann kam eine Geschichte, die mir die vorzeitige Heimreise von der WM in Mexico bescherte. Ich sage nur ‚Suppenkasper‘. Kenner der Szene wissen dann Bescheid. Nach dem HSV kam 88/89 Eintracht Frankfurt. Mein letztes Profifußballspiel bestritt ich gegen Ende der Saison 1996/97 mit Arminia Bielefeld ausgerechnet gegen den Hamburger SV.

Im Jahr 1993 brachte ich mein Buch ‚Halbzeit‘ raus, in dem ich auch von der Weltmeisterschaft 1986 aus meiner Sicht erzählte“. Wir wollten einige Exemplare erwerben … gibt keine, auch Uli hat keines mehr. Schade, aber vielleicht findet sich ja noch mal irgendwo eines davon.

Nach seinem Karriereende folgten noch Stationen als Torwarttrainer bei der Nationalmannschaft Nigerias und an der Seite von Berti Vogts bis 2014 bei Aserbaidschans Fußballnationalmannschaft. „Was mir sehr am Herzen liegt, ist meine Patenschaft des Kinderhospizes Bethel für unheilbar erkrankte Kinder“, so der Kicker-Torhüter des Jahres 1989.

Vielen Dank an den Filialleiter von B&K Bad Oeynhausen Herrn Sönke Unger und sein Team für die Unterstützung und den reibungslosen Ablauf des Shootings.

Das Trend Journal sagt danke und nice to meet you!


Fotos: Trend Journal Sebastian Sander