Erfolgreiche Finanzierungsrunde: Blumenmarkt-Gamechanger COLVIN sammelt 14 Millionen Euro ein

  • Angeführt von MIP investieren der Risikokapitalfonds P101 und Samaipata erneut in Colvins erfolgreiches disruptives Geschäftsmodell
  • Das Start-up für den Online-Blumenverkauf optimiert mit dem ersten End-to-End-Anbauer-Netzwerk die Lieferketten für hohe Qualität, Frische und vergleichsweise günstige Preise
  • Colvin konnte seinen Umsatz im Vergleich zum Vorjahr vervierfachen und hat an einem einzigen Tag ein Liefervolumen von einer Million Euro erreicht. Weltweiter Schnittblumen-Handel setzt jährlich 100 Milliarden Dollar um.

Barcelona, München, 25.Juni 2020. Colvin, ein spanisches Startup, das für frischen Wind in dem Blumenhandel und Floristik-Sektor sorgt, indem es das erste Netzwerk ohne Zwischenhändler in der Branche etablierte, hat eine Finanzierungsrunde der Serie B im Wert von 14 Millionen Euro abgeschlossen. Die Kapitalisierung wird vom italienischen Investmentfonds MIP (Milano Investment Partners) geleitet und hat gemeinsam mit P101 und Samaipata – beide bereits Partner des Startups – erneut ihr Vertrauen in Colvins Wachstumspotenzial gesetzt. Ziel ist es, die Konsolidierung auf dem traditionellen europäischen Blumenmarkt bei bester Produktqualität und wettbewerbsfähigen Preisen voranzutreiben.

Dank des neuen Investments und der Unterstützung von Germanmediapool, erweitert Colvin sein Team in den Kernbereichen Wirtschaft und Technologie, um sein Engagement in einem Sektor zu verstärken, in dem jährlich mehr als 100 Milliarden Euro bewegt werden. Darüber hinaus wird das Unternehmen seine Marktdurchdringung in bereits bestehenden Märkten, insbesondere in Deutschland, verstärken und sein Pflanzenangebot erweitern.

“Gegenwärtig laufen 65% des weltweiten Blumen- und Pflanzenhandels über holländische Auktionen, ein stark fragmentiertes, traditionelles Geschäftsmodell, welches sich letztendlich auf den Preis und die Qualität des Produkts auswirkt. Wir bei Colvin versuchen, den Markt von Grund auf zu verbessern. Die neue Finanzierungsrunde gibt uns die Möglichkeit, unser Blumen Einkaufs- und Verkaufsmodell ohne Zwischenhändler zu verstärken und weiter auszubauen. Wir erreichen das durch Investitionen in Technologien, die eine Digitalisierung der Prozesse und eine Optimierung der Abläufe vom Produzenten bis zum Käufer ermöglichen “, erklärt Andrés Cester, CEO und Mitbegründer von Colvin.

Blumen und Pflanzen: eine wachsende Industrie

Das Wachstum des Unternehmens in den letzten Monaten hat verdeutlicht dass Colvins Geschäftsmodell, Qualität und Angebot bei Partnern und Kunden gut ankommt. Seit seiner Gründung im Jahr 2017 arbeitet das Unternehmen an einem zukunftsweisenden Marktmodell, mit dem die Disintermediation, also des Wegfalls einzelnen Stufen der Wertschöpfungskette, in der gesamten Branche von Anfang bis Ende – von den Landwirten bis zum Online-Verkauf – erreicht wird. Das Hauptziel ist eine größere Liefereffizienz, wettbewerbsfähigere Preise und vor allem eine bessere Produktqualität zu erreichen. So hat sich in diesem Jahr der weltweite Umsatz von Colvin im Vergleich zum Vorjahreszeitraum bisher vervierfacht und an einem einzigen Tag sogar ein Liefervolumen von einer Million Euro erreicht.

Dieser positive Trend hält nach wie vor an und so geht Colvin von einem Wachstumsjahr 2020 werden. Damit einher geht eine spürbare Veränderung im Konsumententrend: Verbraucher nutzen mehr und mehr digitale Angebote, um Blumen zu kaufen und zu versenden, damit sie mit ihren Lieben in Kontakt bleiben können. Es wird erwartet, dass der globale Markt bis 2027 einen Wert von 120 Milliarden Euro erreichen wird.

In den letzten Monaten wurde der Einzelhandel im Schnittblumenmarkt mit Verlusten in Höhe von schätzungsweise 1,5 Milliarden Dollar hart getroffen. Diese Tatsache verstärkt die Notwendigkeit eines Wandels, nicht nur eine Änderung des Verbrauchsmodells, sondern auch auf dem gesamten Handelssektor. Eine Umstellung, die bereits an der Basis, den Produzenten, ansetzt, die Zwischenhändler reduziert und damit die Lieferkette hin zu größerer Nähe und Produktqualität optimiert – eine Wertschöpfungskette für den ganzen Sektor in dem Colvin seit einiger Zeit tätig ist.

Der Weg zu einem positiven Wandel

Einer von Colvins Kernwerten ist es, Veränderungen proaktiv zu erkennen, anzunehmen und schließlich auch umzusetzen. Die Erfahrung der letzten Monate hat einen Veränderungsprozess in der Arbeitsweise forciert: Physische Präsenz bedeutet nicht zwingend erfolgreich zu sein. Das Colvin-Team ist sich des Wertes des einzelnen Mitarbeiters und dessen Drang nach Individualität und Weiterentwicklung bewusst geworden, dadurch wurde ein Wandel in der Unternehmensphilosophie eingeführt. Es wurde ein Arbeitsmodell entwickelt, das vollständig auf Remote Work und Homeoffice setzt, sich dabei auf die wichtigen Ziele konzentriert und auf der Work-Life-Balance sowie individueller Flexibilität basiert.

Mit dieser neuen Initiative kann Colvin die besten Talente aus der ganzen Welt für sich gewinnen, die sich an einem ehrgeizigen Wachstumsprojekt beteiligen möchten, ohne dass der jeweilige Standort zu einer Barriere wird. Mit der jetzt durchgeführten Kapitalerhöhung rechnet das Team von Colvin damit, seine derzeitige Belegschaft von 115 Mitarbeiter um 20% zu erhöhen.

“Colvin entspringt dem Wandel. Wir haben unseren Namen Claudette Colvin gewidmet, die erste Afroamerikanerin, die sich in den USA für die Menschenrechte der Afroamerikaner einsetzte. Diese Repräsentation von Claudette Colvin, als Sinnbild für den Wandel in der Gesellschaft, gibt uns die Kraft und Bedeutung, weiterhin daran zu arbeiten, das Leben in unserer Gemeinschaft zu verbessern, die Existenz unserer Produzenten aufzuwerten und dank unserer Produkte glückliche Momente in den Häusern unserer Kunden schaffen, die auf besondere Weise mit ihren Lieben in Kontakt bleiben wollen.”, sagte Sergi Bastardas, COO und Mitbegründer von Colvin.

Der Online-Blumenhandel wurde 2017 von Sergi Bastardas, Andrés Cester und Marc Olmedillo gegründet und ist der erste vertikale Markt, der auf die Digitalisierung des Blumen- und Pflanzensektors in Europa setzt. Zum Einsatz kommt dabei ein disruptives Modell, welches auf die Disintermediation des Produkts sowie der Lieferkette basiert. Seit seiner Gründung und nach der neuen Kapitalspritze hat Colvin insgesamt 24 Millionen Euro an Finanzmitteln aufgebracht, die es der Marke ermöglichen wird, den Blumenhandel weiter zu verbessern und zu digitalisieren sowie in Spanien, Italien und Deutschland weiter zu wachsen und in der Schnittblumen-Branche weiter zu expandieren.

Text + Foto: Colvin