Führung durch die Glashütte Gernheim für hörende und gehörlose Menschen

Am 12. September findet der in der Glashütte Gernheim eine Führung in Deutscher Gebärdensprache statt. Auch das ehemalige Wohnhaus der Fabrikantenfamilie wird dabei angesteuert. Foto: LWL / Holtappels

Petershagen (lwl). Am Samstag (12.9.) um 15 Uhr bietet der Landschaftsverband Westfalen-Lippe (LWL) eine inklusive Führung für hörende und gehörlose Menschen durch die Glashütte Gernheim in Petershagen an. Der Rundgang im LWL-Industriemuseum wird von zwei Gebärden-Dolmetscherinnen begleitet. Es ist nur der Eintrittspreis zu entrichten (Erwachsene 3 Euro, Kinder und Jugendliche frei).
Die Glashütte Gernheim war von ihrer Gründung 1812 bis in die Mitte des 19. Jahrhunderts eine der bedeutendsten Glasfabriken Nordwestdeutschlands und exportierte ihre Waren in alle Welt. Auch in Amerika und Asien war Glas aus Gernheim zu finden. In der Führung erfahren die Besucher, wie die Arbeiterfamilien und die Fabrikantenfamilie in der Glashütte Gernheim lebten. Das Museum stellt die einzelnen Arbeitsprozesse vom Rohstoff über das fertige Glasprodukt bis hin zum Versand am historischen Ort der Glasproduktion vor.
Weil der Schmelzofen ausgetauscht wird, findet aktuell keine Schauproduktion statt. Nach der Führung haben die Besucher die Möglichkeit, eigenständig die Gebäude zu erkunden. Während der Führung herrscht für die Besucherinnen und in den Museumsgebäuden Maskenpflicht.
Anmeldung unter: glashuette-gernheim-anmeldung@lwl.org oder telefonisch 05707 9311-13.

Text: privat