Götterspeise für Feinschmecker: American Gods – Staffel 1

American Gods

Nein, oh nein, diese Serie ist nichts für schwache Nerven und sensible Gemüter. Gegner ästhetisierter Gewaltdarstellung werden Sturm laufen, denn hier fliegen von Anfang an die Fetzen. Und zwar buchstäblich. Worum es geht, ist gar nicht so einfach zu erklären. Versuchen wir es so. Auch wenn es so mancher Knilch vergessen zu haben scheint, sind die USA ein Einwanderungsland. Manche kamen freiwillig, andere zufällig. Und wieder andere wurden aus ihrer Heimat entführt, um unbegrenzt mögliche Sklavendienste zu leisten. All diese Menschen hatten ihre Götter im Gepäck, zu denen sich im digitalen Zeitalter noch einige neue gesellen. Sehr zum Ärger der Etablierten. Immer mittendrin im himmlischen Konflikt: Ex-Knacki und Witwer Shadow Moon, der sich von dem mysteriösen Mr. Wednesday als Fahrer anheuern ließ. Das grandiose visuelle Konzept von „American Gods“ weist jedes aktuelle Kino-Epos in die Schranken, alle Rollen sind punktgenau besetzt und die mutige Erzählung verlässt sämtliche ausgetretenen Pfade. Diese Fantasy-Serie ist klug, spannend und sehr sexy. Wahrhaft göttlich eben.

Veröffentlichungstermin: 27. Juli 2017 © StudioCanal 

André Wesche