Gut aufgelegt – Der Grillspaß beginnt

Wenn die steigenden Temperaturen endlich wieder zum Aufenthalt im Freien einladen, ist das nicht nur der Saisonstart für Gartenstühle und Sonnenschirm. In dieser Jahreszeit feiert der Grill sein Comeback und ab sofort kommen Fleisch, Fisch & Co unverwechselbar aromatisch direkt vom Rost auf den Teller. Ob bei einer Gartenparty mit Freunden oder während des gemütlichen Beisammenseins mit der Familie – kaum eine andere Zubereitung findet bei Groß und Klein so breiten Anklang. Denn der Kreativität ist beim Grillen keine Grenze gesetzt und von herzhaft-deftig über leicht-delikat bis hin zu himmlisch-süß kann jede Vorliebe berücksichtigt werden.

Damit’s gelingt, sollten folgende Utensilien bereitgehalten werden: Ein Tranchierbrett mit Saftrinne, ein scharfes Messer, Aluminiumfolie und -schalen, Spieße, ein Pinsel, am besten mit Naturborsten, die selbst bei hohen Temperaturen nicht verschmoren, eine Grillzange sowie Speiseöl. Grillhandschuhe schützen vor Hitze und Verbrennungen, wenn über der Glut hantiert oder der Rost versetzt werden muss, eine Grillschürze hält Fettspritzer ab. Empfehlenswert ist zudem eine stabile, langstielige Grillbürste, mit der Rückstände sofort vom Rost entfernt werden können. Beim klassischen Holzkohlegrill sind mindestens 20 Minuten einzuplanen, bis die Kohlen nach dem Anzünden richtig durchgeglüht sind. Sobald eine feine weiße Ascheschicht die Stücke überzieht, ist die optimale Gartemperatur erreicht. Dasselbe gilt für Grillbriketts. Auf den zuvor eingeölten Rost kann nun das Grillgut gelegt werden. Tabu ist Gepökeltes, da sich beim Grillen durch das im Pökelsalz enthaltene Nitrit gesundheitsschädliche Stoffe bilden können. Um Flammen und Qualm zu vermeiden, sollte überschüssige Marinade zuvor vom Fleisch abgetupft werden. Ansonsten wird grundsätzlich nach dem Garen gewürzt. Besonders gut geeignet ist nicht zu dünn geschnittenes Fleisch mit feinen Fettadern, das ungefähr eine Stunde vor dem Grillen aus dem Kühlschrank genommen wird. Schweinefleisch und Geflügel sollten immer „gut durch“ auf den Teller kommen, Rindfleisch oder Lamm können auch innen rosa und leicht blutig serviert werden. Eine Druckprobe zeigt den Zustand: Fast rohes Fleisch ist sehr weich, leicht rosa Fleisch gibt federnd nach, durchgebratenes überhaupt nicht. Wichtig: Steaks und andere dicke Stücke nach dem Grillen noch 5 bis 10 Minuten ruhen lassen, damit sich das volle Aroma entwickelt. Fische mit festem Fleisch wie Thunfisch können als Filet gegrillt werden, Lachs z. B. als Ganzes im Korb oder eingewickelt in Alufolie. Garnelen oder Hummer gehören in eine Schale, Shrimps sind ideal für den Spieß. Damit Fisch und Meeresfrüchte nicht austrocknen, gehören sie wie die evtl. verwendete Schale eingeölt. Genauso verfährt man mit den Gemüsebeilagen, Pilzen und Tofu. Maiskolben und Folienkartoffeln sollten vorgegart werden. Highlight des Grillvergnügens ist warmes Obst mit Eiscreme und Sahne. Dafür Früchte nach Wahl z. B. Ananas oder Banane schälen, klein schneiden, in eine gut geölte Aluschale legen und mit etwas Honig, Zitronen- und Orangensaft oder einem Schuss Rum oder Orangenlikör verfeinern.

Sicherheitstipps der Feuerwehr:
Leider ereignen sich in Deutschland jährlich bis zu 4.000 Grillunfälle, 500 davon mit schwersten Verbrennungen. Zur eigenen Sicherheit und der Gäste sollte man deshalb folgende Grundregeln der Feuerwehr beachten: Den Grill immer windgeschützt nur auf festen, ebenen Untergrund frei zugänglich aufstellen. Keine Flüssiganzünder oder ungeeignete Brandbeschleuniger wie Benzin oder Spiritus verwenden! In die bereits glühende Kohle geschüttet, können sie zu explosionsartigen Verpuffungen und Stichflammen führen. Kleinkinder und Haustiere sind vom Grill fernzuhalten. Für alle Fälle neben den Grill einen gefüllten Eimer Wasser platzieren. Vor Hitze und Fettspritzer schützen eine Grillschürze und ein hitzebeständiges, langes Grillbesteck. Löschen Sie die glühende Kohle nach dem Grillen mit Sand. Lassen Sie den Grill nie unbeaufsichtigt!

 

Foto: Toppits