Jason Brennan: Gegen Demokratie – Warum wir die Politik nicht den Unvernünftigen überlassen dürfen

(Ullstein)

Diese seltsame Zeit des Stillstands und der Rückschritte lässt so manchen an der Demokratie zweifeln, die noch nie als perfekte, aber bestmögliche Gesellschaftsform angepriesen wurde. In einer solchen Demokratie darf man alles hinterfragen, auch die Demokratie selbst. Insofern sind wir schon mal besser dran als viele andere. Gelegentlich wünscht sich jemand noch mehr Demokratie, etwa durch Volksentscheide. Dann sagen die Mächtigen, die Mehrheit wäre mit der Aufgabe überfordert, die beste Wahl in komplizierten Fragen zu treffen. Die Siege der Populisten scheinen die These zu stützen. Der Autor dieses revolutionären Buches fordert, die Politik in die Hände der Menschen zu legen, die erwiesenermaßen etwas auf dem Kasten haben. Die Spreu vom Weizen zu trennen, dürfte freilich schwer werden. Die Auseinandersetzung mit dieser Materie lohnt sich aber trotzdem unbedingt.

André Wesche