Jean-Luc Bannalec: „Bretonische Geheimnisse“

gelesen von D. Böttjer

Dupin und sein Team, bestehend aus der unverzichtbaren Nolwenn, dem stets etwas mürrigen Kadeg sowie dem wandelnden Lexikon Riwal sind unterwegs zu einem Betriebsausflug der sie in eine der schönsten Ecke der Bretagne führt: Der fest mit der berühmten Sage König Artus und seiner Tafelrunde verbundene Wald Broceliande. Sie finden auch einen kundigen Kollegen der sich mit Führungen und Informationen anbietet. Natürlich kommt es wie es kommen muss. Bevor sie an ihrem Ziel angekommen sind, findet Dupin eine Leiche. Schnell wird er von Paris aus zum Sonderermittler ernannt und macht sich mit seinem Team auf die Suche nach dem Täter. Schon bald konzentrieren sich die Ermittlungen auf eine Gruppe renommierter Artusforscher, die sich zu einer Tagung in einem nahe gelegenen Schloss zusammengefunden haben. Auch das Opfer gehörte zu dieser Gruppe und hat sich in der Vergangenheit nicht unbedingt Freunde gemacht. Nolwenn richtet im Hotel die Kommandozentrale ein und währenddessen befragen Dupin und seine beiden Kollegen Zeugen und sehen sich in der Umgebung um. Nach und nach decken sie mögliche Motive auf. So soll ein umstrittener Freizeitpark im Wald gebaut werden. Es gibt Konkurrenzen unter den Wissenschaftlern und immer wieder stoßen sie auf die Artus-Sage. Plötzlich spitzt sich die Lage zu und es bleibt nicht nur bei einem Mord, aus der Gruppe sind bald weitere Opfer zu beklagen. Unter zeitlichem Druck ermittelt Dupin fieberhaft. Als zwischenzeitlich auch noch Kadeg und Riwal verschwunden sind, scheint sich ein Fiasko anzubahnen.
Ein guter Krimi mit tiefen Einblicken in die Abgründe der Wissenschaft und die bretonische Mythologie.

erschienen bei Kiwi-Paperback, broschiert, 400 Seiten, € 16, ISBN 3462052015