Jodie Picoult: Kleine große Schritte

gelesen von D. Böttjer

Dies ist die Geschichte von Ruth Jefferson. Sie schließt ihre Ausbildung zur Hebamme erfolgreich ab und ist eine glückliche zufriedene Frau. Sie besitzt ein kleines Haus und hat einen Sohn, der in der Schule sehr erfolgreich ist. Ihr Job als Säuglingsschwester im Mercy-West-Heaven-Hospital, in dem sie seit 20 Jahren arbeitet, füllt sie voll und ganz aus. Zu Ihren Kollegen sowie den Ärzte hat sie ein sehr gutes Verhältnis und ist rundum zufrieden. Dennoch scheint sie nicht in die gesellschaftliche Norm zu passen denn sie ist eine Schwarze.

Eines Tages allerdingst kommt es zu einem Vorfall, der ihr ganzens Leben auf den Kopft stellt. Als sie eines morgens zum Dienst erscheint, soll sie die Nachsorge eines kleinen Jungen, der in der Nacht geboren wurde, übernehmen. Der Junge ist das erste Kind von Brit und Turk. Schon bei der Geburt fielen Auffälligkeiten im Blutzuckerspiegel auf. Ruth wurde angewiesen, den Jungen zum Trinken zu animieren. Doch schon als sie den Raum betritt, fällt ihr die bedrückende Stimmung auf, was sie allerdings auf die Ängste und Unsicherheit der Eltern zurückführt. In der Krankenakte des Jungen findet Ruth dann allderings eine Notiz aus der hervorgeht, dass der Vater nicht wünscht, dass sein Kind von afroamerikanischem Personal behandelt wird.

Zutiefst verletzt arbeitet sie jedoch weiter, unwissentlich, dass dieser Tag der schlimmste in ihrem Leben sein wird und das nur aus dem Grund weil sie verantwortungsbewusst und menschlich gehandelt hat. Aufgrund einer extremen Situation auf der Entbindungsstation passiert es, dass Ruth mit dem Baby alleine ist um es nach einem Routineeingriff zu überwachen. Der Junge hört plötzlich auf zu atmen und läuft blau an. Wie soll sich jetzt verhalten? Doch bevor sie handeln kann stirbt der Junge und die Eltern sind außer Trauer und Wut. Sie stellen einen Strafantrag und Ruth wird des Mordes angeklagt.

Erschienen bei C. Bertelsmann,HC, 20€, 520 Seiten, ISBN 978-3-570-10237-4