Licht und Schatten in Leipzig

Mit Vollgas aus den Startblöcken: Für den Melitta-Achter "Team Black" lief der Renntag in Leipzig wie programmiert.

Männer sichern sich Tagessieg – Frauen bleiben hinter den Erwartungen zurück

Leipzig (vieker) Am vergangenen Wochenende traf sich die Ruder-Bundesliga-Szene in Leipzig. Der vierte und vorletzte Renntag der Saison 2018 fand wie bereits in den letzten Jahren auf dem Elsterflutbecken statt – Highlight waren die Sprintfinals unter Flutlicht. 

Die Frauen des Melitta-Achters Team Red starteten auch an diesem Renntag im gelben Trikot des aktuellen Tabellenführers. Mit der vierten Zeit im ersten Rennen des Tages waren die Damen um Steuerfrau Deborah Thiele gar nicht zufrieden, so dass man sich von Rennen zu Rennen steigern wollte. Nach einem Sieg gegen den Hebewerk-Achter Waltrop wartete im Viertelfinale der Banner JKU-Wiking Linz auf die Frauen vom Wasserstraßenkreuz. Lange Zeit lag Team Red vorne, doch mit den letzten Schlägen schoben sich die Linzerinnen an ihnen vorbei. Damit stand fest: Der Melitta-Achter war geschlagen und das Team Red ist seit 2014 das erste Mal nicht unter den Top 4 eines Renntags zu finden. 
Mit zwei guten Rennen konnte sich der Kader der Melitta-Frauen, bestehend aus Sylvia Buddenbohm, Inken Neppert, Nina Killian, Anna-Maria Brendel, Janna Kemenah, Darja Schonebohm, Johanna Soester, Antonia Sachtleben, Anna-Lena Vieker und Steuerfrau Deborah Thiele, zumindest den fünften Platz sichern. ,,Unsere direkten Konkurrentinnen, die Frauen des Havelqueen-Achters aus Potsdam, haben in Leipzig ebenfalls das A-Finale verpasst und sind abschließend nur Dritte geworden. Damit haben wir in der Tabelle noch  einen Punkt Vorsprung, den wir natürlich beim Saisonfinale verteidigen wollen“, resümiert Trainer Christoph Knost kampfbetont. 

Besser machten es die Männer des Melitta-Achters Team Black. Mit Leon Schandl und Patrick Schlötel konnten sie zwei erfahrene Ruderer ins Boot holen und von Anfang an ihre Stärke ausspielen. Den Zeitlauf gegen das Team Bremen entschieden die Männer für sich und erzielten die zweitschnellste Zeit. Schneller waren nur die Berliner des Hauptstadtsprinters DWB-Holding. Mit zwei sicheren Siegen gegen Pirna und den Köpenick-Achter konnte das Team Black sich einen Platz unter den Top 4 sichern. Auch im Halbfinale überließen Alexander Weihe, Marius Redecker, Jona Lembke, Simon Körner, Vincent Schmitz, Nils Bornemann, Jannik Eilers, Lars Hildebrand, Leon Schandl, Patrick Schlötel und Steuerfrau Pia Luppes nichts dem Zufall und gewannen gegen den Sparkasse Gießen-Achter. ,,Im Finale treffen wir wieder auf den DWB-Holding Achter. Dieses Mal wollen wir aber den Bugball vorne haben,“ feuert Teamcaptain Vincent Schmitz vor dem entscheidenen Rennen seine Männer an. 
Das Finale, das in Leipzig unter Flutlicht stattfand, wurde schließlich zu dem erwarteten Bord-an-Bord-Kampf. Auf den letzten Metern hatten die Mindener aber eine höhere Bootsgeschwindigkeit, sodass sie mit der Winzigkeit von drei Hundertstel Sekunden den Sieg nachhause holen konnten. 
Philipp Baumgard, Trainer des Team Black, ist schon gespannt auf das Saisonfinale in zweieinhalb Wochen in Bad Waldsee: ,,Die Jungs haben heute toll gearbeitet und verdient gewonnen. In der Tabelle liegen wir nur einen Punkt hinter den Berlinern. Das Ziel für Bad Waldsee zum Saisonfinale am 8. September im Süden der Republik ist klar. Wir wollen uns das gelbe Trikot zurück erobern und als Ligachampion die Saison beenden.“ 

www.melitta-achter.de

Text: Anna-Lena Vieker
Fotos: Alexander Pischke/Ruder-Bundesliga

Die Zieldurchfahrt des A-Finales Minden gegen Berlin unter Flutlicht mit einem Vorsprung von 3/100 Sekunden für den Melitta-Achter.
Testosteron und Freude bei der Siegerehrung für den Melitta-Achter Minden “Team Black”.