Liebe Handballfreunde, Fans von GWD,

Für die wichtigste Nachricht sorgten nicht die Handballer, sondern die Verantwortlichen von GWD Minden. Nach dem so gut wie sicheren Klassenerhalt, darf der heimische Handball-Bundesligist nun auch sicher sein, wirtschaftlich gut für die neue Saison aufgestellt sind. Die HBL hat die Lizenz ohne Auflagen erteilt. „Die Tatsache, dass wir die Lizenz zum wiederholten Mal ohne Auflagen erhalten haben, zeigt, dass wir in Minden auf einem professionellen und soliden Weg sind. Unsere Sponsoren und Partner sorgen Jahr für Jahr zuverlässig für ein stabiles wirtschaftliches Fundament sorgen“, freut sich Geschäftsführer Markus Kalusche.

Für die kommende Spielzeit 2018/19 erhalten alle Clubs der 1. und 2. Handball-Bundesliga die beantragte Lizenz zur Teilnahme am Spielbetrieb. Diese Entscheidung hat die Lizenzierungskommission der Handball-Bundesliga unter Vorsitz von Rolf Nottmeier, Richter am Arbeitsgericht Minden, vorbehaltlich der jeweiligen sportlichen Qualifikation getroffen. Im Rahmen des Lizenzierungsverfahrens überprüft die Lizenzierungskommission neben der wirtschaftlichen Leistungsfähigkeit der Vereine auch rechtliche, infrastrukturelle und sportliche Kriterien.

Nottmeier: „Seit vielen Jahren haben die strengen Vorgaben des Lizenzierungsverfahren einen wesentlichen Anteil daran, dem deutschen Profihandball in wirtschaftlicher Hinsicht Stabilität zu verleihen und damit zur Sicherstellung eines integren und fairen Wettbewerbs beizutragen. Wir konnten auch im Rahmen des diesjährigen Prüfverfahrens feststellen, dass die Akzeptanz des gesamten Lizenzierungsverfahrens bei den Clubs sehr hoch ist. Es spricht für die gute Arbeit der Clubs, dass keine negative Lizenzentscheidung ergehen musste und auch nur in wenigen Einzelfällen die Lizenzerteilung unter Auflagen erfolgen konnte.“

Sportlich läuft es indes derzeit alles andere als rund. Gegen den SC Magdeburg wirkte die Mannschaft regelrecht blutleer und ließ sich in der ersten Hälfte beim 12:21 regelrecht abschlachten. Es war so ein Spiel, bei dem am Ende die Suche nach Erklärungen das Geschehen beherrscht. Harsche Worte waren nach Spielschluss die Folge. Trainer Frank Carstens und Frank von Behren gelang es nur mit Mühe, nach dem blamablen 29:41 die Fassung zu bewahren. „Ich glaube, jeder Zuschauer hat gesehen, dass es an allen Ecken und Enden gefehlt hat. Ich bin mir sicher, dass wir ein größeres Potential haben, als wir es gezeigt haben. Wir haben jetzt ein paar interessante Tage vor uns“, so Mindens Sportlicher Leiter. Und Carstens fügte hinzu, „das ich die Zuschauer um Entschuldigung bitten muss, ob unserer Leistung.“ Und erging noch weiter: „Von der Tendenz her ist es nicht das erste Spiel, in dem uns einige Prozentpunkte fehlten. Wir werden jetzt Konsequenzen und Lehren ziehen und dann hoffentlich einen Turnaround schaffen. So können wir die Saison auf jeden Fall nicht zu Ende spielen. So wollen wir nicht Handball spielen!“

So wollen vor allen die Fans ihre Jungs nicht sehen. Carstens hatte immer und immer wieder gesagt, dass man zwar gegen alle hinter den Grün Weißen stehenden Teams gepunktet habe, gegen einen der Großen würde man aber immer noch auf einen Erfolg warten. Der sei jetzt endlich an der Zeit. Doch was machen seine Spieler? Sie liefern schwache Einstellungen und zuletzt einen Offenbarungseid ab. Es geht auch darum, Zuschauer in die Kampa zu locken. Das allerdings erscheint mit den Leistungen der jüngeren Vergangenheit nur schwer möglich.

GWD hat sich inzwischen als Team in Liga eins etabliert, dass nicht zu jenem Kreis zählt, die als Abstiegskandidaten gelten. In diese Gruppe kann man künftig aber schnell reinrutschen, wenn sich Spiele wie gegen Magdeburg aneinanderreihen. Mit Blick auf die kommende Saison haben sich die Mindener gut und sinnvoll verstärkt. Allerdings durchweg mit jungen Spielern. Da wird die Einstellung von allen von besonderer Bedeutung sein, wenn mit ihnen hier der nächste Schritt gemacht werden soll. Auftritte wie beim 29:41 dürfen sich da auf keinen Fall wiederholen. Hungriger Handball mit Leidenschaft wollen die Fans sehen – und fordern in erster Linie die richtige Einstellung.