Liebe Handballfreunde, Fans von GWD Minden,

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Hintere Reihe (v.l.): Marian Michalczik | Christoffer Rambo | Nenad Bilbija | Magnus Gullerud | Miljan Pušica

Mittlere Reihe (v.l.): Frank Carstens | Philipp Roessler | Mats Korte | Sören Südmeier | Aleksandar Svitlica | Andreas Cederholm | Anton Månsson | Dr. Jörg Pöhlmann | Arndt Middelschulte

Vordere Reihe (v.l.): Dalibor Doder | Tobias Glombek | Max Staar | Espen Christensen | Kim Sonne Hansen | Lukas Kister | Britta Wagner | Charlie Sjöstrand

Foto: privat

Die Phase des Entspannens gehört bereits seit geraumer Zeit der Vergangenheit an, auch die des gemeinsamen Spaßes. Inzwischen hat der Alltag in der Vorbereitung von GWD Minden auf die neue Saison bereits Einzug gehalten. Der Schweiß fließt in Strömen, die Knochen tun weh – jeder weiß, was er Tag für Tag, Einheit für Einheit getan hat. Der Zustand der Mannschaft zum Auftakt der heißen Phase vor der Saison sei sehr gut, bescheinigte Trainer Frank Carstens seinen Mannen. Das war längst nicht immer so, denn zu Beginn seiner Tätigkeit als Coach hier an der Weser monierte er doch deutlicher, dass er doch diverse Defizite in Kraft und Ausdauer registriert hatte. Die Zeiten sind vorbei. Und allein durch den Weggang des einen oder anderen Handball-Seniors zwischen 35 und 40 Jahren wie Magnus Jernemyr, Miladin Kozlina oder Gerrie Eijlers oder kaum jüngeren Joakim Larsson oder Moritz Schäpsmeier und Ersatz durch jüngere Spieler haben sich die Werte automatisch verbessert.

Das dürfte aber nicht der alleinige Grund gewesen sein, warum das Bäumchen-Wechsel-Dich-Spiel bei den Grün-Weißen in diesem Jahr so kräftig gespielt wurde. Neun Spieler verließen den Klub, vier Neuzugänge sowie zwei Talente aus dem eigenen Nachwuchsbereich rückten in den neuen Kader. In der vergangenen Saison bestach GWD zumeist durch eine starke Defensive, die in erster Linie von den Routiniers im Innenblock zusammengehalten wurde. Dennoch ist sich Frank Carstens sicher, nach einer Zeit der Eingewöhnung, die über die ersten Spieltage hinweg andauern kann, wieder eine effektive Schaltzentrale in der Hintermannschaft stellen zu können. Der große Vorteil – und der ist für den Coach ungemein wichtig – ist die Tatsache, dass man nun weitgehend auf Spezialisten verzichtete und die Zahl der Angirff-/Abwehrwechsel drastisch sinken wird. Zuletzt waren es phasenweise vier, die dafür sorgten, dass von einem vernünftigen Umschaltspiel nur wenig zu sehen war. In diesem Bereich – und der ist für Carstens eminent wichtig – sollte es nun eine deutliche Verbesserung geben. „Wir können nun viel besser in unser Tempospiel, vor allen Dingen aber auch in die zweite und dritte Welle kommen und finden im Rückzugsverhalten viel schneller wieder in unsere Formation“, umschreibt Carstens die neuen Gegebenheiten.

Insgesamt sei er mit der zurückliegenden Saison sehr zufrieden gewesen. „Es gab keinen Zeitpunkt, an dem wir eine kritische Platzierung eingenommen haben. Einzig die Endphase hat mir nicht geschmeckt. Da haben wir ein besseres Abschneiden zu leicht hergegeben.“ Aber genau die Wiederholung der Saison in ihrer Gesamtheit ist es, die Frank Carstens als Minimalziel in der bevorstehenden Spielzeit ausgegeben und unbedingt wiederholen möchte. „Wenn es dann am Ende etwas mehr wert, hat natürlich keiner von uns etwas dagegen.“

Im Rückraum sieht sich der Mindener Trainer trotz des nicht verpflichteten Ersatzes für den erst spät nach Schweden zurückgekehrten Helge Freiman dennoch gut aufgestellt. Rechts habe man mit Christoffer Rambo einen Distanzschützen sowie den eher spielerisch agierenden Andreas Cederholm, in der Mitte sind Dalibor Doder, der für Carstens in der „Spieler der ersten Saisonhälfte“ war, und Sören Südmeier sowie auf Halblinks den aus der Entfernung werfen könnenden Marian Michalczik und den ebenso hart abschließenden Neuzugang Miljan Pusica. Da wäre aber noch ein Name. Einer, den die Fans vor langer Zeit häufig nach Torerfolgen riefen. Doch dann folgte eine Verletzungs-Odyssee, die den Glauben an eine erfolgreiche Rückkehr mit altem Glanz verloren gehen ließ. Gemeint ist Nenad Bilbija, Der lange Rechtshänder hat sch zurückgemeldet, ist nach eigenem Bekunden wieder fit. Doch wird er wieder der Alte? Kann er es noch reißen? Fragen, auf die bei GWD keiner die passende Antwort weiß. Vielmehr ist Hoffen angesagt. „Wir werden Nenad alle Zeit geben, sich in der Bundesliga wieder zurecht zu finden. Er ist ja irgendwie auch ein Neuzugang“, so Trainer Frank Carstens. „Wir betrachten ihn als Joker und hoffen, dass er noch einmal explodiert.“

Spätestens am 12. und 13. August werden die Fans schon mehr wissen. Dann steigt in Minden und Lübbecke nämlich die 29. Auflage des Spielothek-Cups, der den TuS und den TBV Lemgo sowie GWD und die TSV Hannover-Burgdorf zusammenführt. Hauptsponsor Armin Gauselmann freut sich schon auf die Regional-Meisterschaft: „Ich wünsche mir ein Finale zwischen Lübbecke und Minden, das nach Verlängerung Unentschieden endet und beide Mannschaften als Sieger sieht.“ Ein besseres Schlusswort für den August-Beitrag kann es nicht geben…

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Hintere Reihe (v.l.): Andreas Cederholm, Max Staar, Lukas Kister, Anton Månsson

Untere reihe (v.l.:) Espen Christensen, Trainer Frank Carstens, Miljan Pušica