Liebe Handballfreunde, Fans von GWD Minden

Unter dem grün-weißen Weihnachtsbaum lässt sich in diesem Jahr prima feiern. Vor allen Dingen aber sorgenfrei. Diese Lockerheit merkt man der Mannschaft vor dem Spiel in Kiel und dem eine Woche später folgendem Derby in Lübbecke und dem Weihnachts-Special gegen Wetzlar deutlich an. Sie hat im Verlauf der Serie einen Riesensprung nach vorn gemacht. Und wie sagte es Trainer Frank Carstens vor dem Gastspiel an der Förde: „Die Grundleistung bei uns stimmt. Wir haben weniger schlechte Spiele und haben gegen alle direkten Konkurrenten gewonnen.“

14 Pluspunkte nach 17 Spielen, das Derby als Rückrundenauftakt und die durchaus lösbare Hausaufgabe gegen Wetzlar vor Augen verbreiten berechtigte Zufriedenheit bei den Grün-Weißen. Es ist die beste Bilanz seit vielen, vielen Jahren. Darauf lässt sich aufbauen. Wichtig wird sein, schnell nachzulegen, um eine endgültige Planungssicherheit mit Blick auf die Spielzeit 2018/2019 zu bekommen. Wenn sie nicht ohnehin jetzt schon da ist, denn die Kellerkinder aus Lübbecke, Ludwigshafen und Hüttenberg weisen bei sechs bzw. sieben Pluspunkten schon einen deutlichen Abstand zu den Mindenern auf. Realistisch gesehen würden wahrscheinlich noch vier, fünf weitere Siege ausreichen, um am Ende nicht einen der beiden Abstiegsplätze zu belegen.

Vom neuerlichen, hoffentlich wieder frühzeitigen Klassenverbleib sollte man an der Weser aber sicher ausgehen dürfen. Zu souverän sind die Vorstellungen der heimischen Bundesliga-Handballer inzwischen. Das zeigte auch der jüngste Heimauftritt gegen Hannover – immerhin Tabellendritter. Nur mit äußerst viel Pech und zwei ausgebliebenen Pfiffen der Schiedsrichter verlor GWD noch einen Punkt, machte aber deutlich, wie gefestigt das Team inzwischen ist. Einzig in der Schlussphase verließ man den zuvor so erfolgreichen Weg mit viel Tempo-handball und baute den Gegner dadurch selbst wieder etwas aus. Das gilt es noch abzustellen, dann würden die Grün-Weißen für die Konkurrenz ein noch unbequemerer Kontrahent werden.

Mindens Sportlicher Leiter Frank von Behren brachte es denn auch auf den Punkt: „Für die Jungs tat es mir total leid, dass sie sich nicht mit dem Sieg belohnt haben. Das ist Sport, das ist extr em bitter für uns. Wir spielen momentan aber einen anderen Handball als noch in den letzten Jahren und können so Gegner wie Hannover ärgern. Ich bin mir sicher, dass wir uns diesen verlorenen Punkt irgendwann in dieser Saison wiederholen.“ Trainer Frank Carstens, Vater des aktuellen Mindener Erfolgs, fügte hinzu: „Unser Problem in der Anfangsphase haben wir sehr eindrucksvoll abgestellt. Dafür möchte ich meinem Team ein großes Kompliment aussprechen. In der zweiten Halbzeit wurde es natürlich immer schwieriger, die Wege zu finden. Vielleicht haben wir den Vorsprung da zu sehr verwaltet, aber das kann ich niemandem vorwerfen. Meine Mannschaft hat sehr gut gespielt.“

Spannend dürfte es sein, wie die personellen Gespräche für die kommende Saison laufen werden. Wer bleibt, wer kommt? Im Sommer gab es ja einen großen Umbruch, wobei die GWD-Verantwortlichen bei der Verpflichtung der Neuen ein absolut gutes Händchen besaßen. Ob Espen Christensen im Tor, Andreas Cederholm im rechten Rückraum als spielerisches Pendant für Christoffer Rambo oder Miljan Pusica, der in der Defensive inzwischen eine feste Größe ist – sie alle sind aus dem derzeitigen Kader nicht mehr wegzudenken.

Das gilt auch für einen langjährigen Stammspieler: Dalibor Doder. Der Kapitän wird an Bord bleiben, hat seinen bis zum Ende der Saison laufenden Vertrag vorzeitig um ein Jahr bis zum 30. Juni 2019 verlängert. „Ich bin stolz und froh, dass ich noch ein weiteres Jahr mit GWD in der Bundesliga spielen kann“, freut sich der Schwede. Der 38-Jährige, der seit 2010 bei den Grün-Weißen unter Vertrag steht, hat in dieser Saison die 400-Tore-Marke in der Bundesliga geknackt und gehört damit zu den erfolgreichsten GWD-Spielern der Vereinsgeschichte. Frank von Behren freut sich ebenfalls über die Vertragsverlängerung: „Dalibor hat sich über die Jahre zu einer Identifikationsfigur in Minden entwickelt. Als Leistungsträger und Führungsspieler nimmt er weiterhin eine wichtige Rolle in der Mannschaft ein. Daher hat er sich auch unser Vertrauen für eine weitere Saison verdient.“