Liebe Handballfreunde, Fans von GWD Minden

die bundesligafreie Zeit neigt sich dem Ende. Eine aus deutscher Sicht von viel Frust und wahrlich wenig überzeugenden Leistungen geprägte Handball-Europameisterschaft in Kroatien kann das Geschehen in der stärksten Liga der Welt nicht ersetzen. Und so dürften sich alle Fans schon wieder auf den Re-Start der Bundesliga-Saison 2017/2018 freuen. Eine Meisterschaftsrunde, die für GWD Minden bislang überzeugend und erfolgreich verlief, denn von den Abstiegsplätzen sind die Grün-Weißen aktuell ein gehöriges Stück entfernt. Allerdings heißt das nicht, es sich nun im Schaukelstuhl gemütlich zu machen und die Beine hochzulegen. Noch wartet viel und harte Arbeit auf Frank Carstens und seine Mannen. Die haben im abgelaufenen Jahr viel, ja, sehr viel richtig gemacht und sich absolut verdient einen Platz im unteren Mittelfeld gesichert. Einzig die Pleite im zweiten Aufeinandertreffen mit Nachbar TuS N-Lübbecke war in dieser Form nicht eingeplant. Und Pech hatte die grün-weiße Truppe zudem bei ihren Unentschieden in Lemgo und daheim gegen Hannover, als sie beide Male den Sieg vor Augen hatte, ihn aber praktisch in letzter Sekunde vergab.

Ansonsten aber gibt es keinen Grund, mit der bislang abgelieferten Gesamtleistung unzufrieden zu sein oder gar zu hadern. Dazu besteht kein Anlass. Obwohl – wie schon häufig betont – im Sommer fast zwei Hände voll Spieler den Klub verlassen haben und nur gut die Hälfte neu hinzukam, hat sich die Qualität in beiden Mannschaftsteilen deutlich verbessert. Das liegt in starkem Maße auch an den Neuen. Milan Pusica zum Beispiel bildet mit EM-Fahrer Magnus Gullerud einen überzeugenden Abwehr-Innenblock. Über die Qualitäten eines Espen Christensen muss man nicht viele Worte verlieren. Der norwegische Nationalmannschafts-Kollege von Gullerud ist die gewünschte Bank zwischen den Pfosten, mehr als nur eine Ergänzung zu Kim Sonne, sondern inzwischen klar die Nummer eins. Er hielt – wie aber auch Sonne – seinen Vorderleuten nicht selten den Rücken frei.

Als spielerisches Pendant zu „Kanonier“ Christoffer Rambo hat auch Linkshänder Andreas Cederholm seine Verpflichtung bislang mehr als gerechtfertigt. Durch ihn ist GWD im halbrechten Rückraum nun sehr viel variabler. Hinzu kommt die Erfahrung von Linksaußen Luka Zvizej, der nach dem langwierigen Ausfall von Charlie Sjöstrand die Lücke auf der linken Außenbahn sehr gut stopft und ausfüllt. Anton Mansson schließlich bildet gemeinsam mit Magnus Gullerud ein gutes Gespann am gegnerischen Wurfkreis und steht auch in der Defensive seinen Mann. Sollte dem Sportlichen Leiter Frank von Behren in Absprache mit Trainer Frank Carstens mit Blick auf die kommende Saison ein ähnlich gutes Händchen bei den Neuverpflichtungen gelingen, dürfte GWD durchaus der Richtung Etablierung im Mittelfeld einen großen Schritt näher kommen, zumal sich zudem auch die eigenen Nachwuchskräfte, an erster Stelle natürlich Nationalspieler Marian Michalczik, weiterentwickeln werden.

Aber wer wird nach der Saison gehen müssen? Wie im Umfeld von GWD zu hören war, wird es Außen Charlie Sjöstrand treffen, dessen Vertrag im Sommer ausläuft, während sein nachverpflichtetes „Update“ Zvizej noch einen Kontrakt bis 2019 besitzt. Zudem dürften auch die Tage von Nenad Bilbija an der Weser gezählt sein. Der 2,08 Meter große Slowene konnte nach seiner langen Verletzungspause nur sporadisch abfordern, was man von einem Rückraumspieler dieser Größe erwartet. Ob auch Rechtsaußen Aleksandar Svitlica zu jenen Akteuren gehören wird, von denen sich Minden trennt, wird in der Gerüchteküche heiß diskutiert. Und das nicht etwa aufgrund seiner Verhaftung Mitte November und den Vorwürfen krimineller Machenschaften, über deren Umfang, Schwere und Bestätigung in den kommenden Monaten sicherlich noch zu hören sein dürfte. Inwieweit GWD weiterhin mit Sören Südmeier plant, ist schwer einzuschätzen. Auch hier dürften die nächsten Wochen Klärung bringen.

Bei GWD Minden laufen indes die Planungen für den Rückrundenstart auf Hochtouren.Das neue Jahr beginnt bei den Grün-Weißen mit einer neuen Idee. Nach dem Heimspiel gegen den TV Hüttenberg am 18. Februar startet die 1. GWD Après-Ski-Party. Unter dem Motto „Hüttengaudi“ legt nach dem Spiel DJ Florie fetzige Hüttenhits auf. Auch die Verpflegung bietet alles, was nach einem langen Skitag willkommen ist: Brezel, Schmalzbrote und typische Hüttendrinks. Wer Glück hat, kann einen attraktiven Gewinn mit nach Hause nehmen. „Als Hauptpreis winkt eine Skireise ins Zillertal“, freut sich Anke Brinkmann von der GWD-Geschäftsstelle über den tollen Hauptgewinn. Die Party startet nach dem Spiel gegen den TV Hüttenberg etwa um 16:30 Uhr im Südfoyer der „Kampa“ und im Außenbereich. Für das Spiel sind bereits über 2.000 Karten abgesetzt, die „Hütte“ dürfte also im wahrsten Sinne des Wortes voll werden. „Damit haben wir eine spannende Alternative zum Oktoberfest gefunden. Wir hoffen auf eine tolle Premiere und würden im nächsten Jahr gern eine Wiederholung feiern“, sagt Steffi Richtzenhain, die zusammen mit Anke Brinkmann das Event organisiert.