Melitta-Achter siegen in Frankfurt

1. Renntag Frankfurt

Bildunterzeile:
Nahtloser Anschluss an die Saison 2017: der Melitta-Achter “Team Red” holt in Frankfurt erneut die Goldmedaille.

 

Frauen- und Männer-Achter des Bessel-Ruder-Clubs in bestechender Frühform

Frankfurt (schmitz) Mit einem Überraschungsauftakt haben sich beide Melitta-Achter-Teams am letzten Samstag vor der Skyline von Frankfurt am Main den ersten Renntagssieg der Bundesligasaison 2018 gesichert. Das “Team Red” der Frauen, das sich in den letzten Jahren zum Ligaprimus aufbauen konnte und das “Team Black” der Männer, das erst letzte Saison in die erste Ruder-Bundesliga aufgestiegen war, ließen den Gegnern keine Chance.

Der Mindener Frauenachter traf gleich zu Beginn im Zeitlauf auf einen der stärksten Gegner der letzten Jahre, den Havelqueen-Achter aus Potsdam und Berlin und konnte das Rennen mit der schnellsten Zeit des gesamten Feldes knapp für sich entscheiden. Im Zuge dieser Leistung blieb den Damen vom Wasserstraßenkreuz aufgrund des Rennmodus das Achtelfinale erspart und es konnten Kräfte für das Viertelfinale gegen den Crefelder Ruder Club gespart werden. Gegen die Mannschaft vom Niederrhein spielten die Melitta-Frauen ihre gesamte Erfahrung aus und konnten ihren Bug im Ziel deutlich nach vorne schieben. Im Halbfinale wartete anschließend der Hanauer R.C. Hassia, welcher jedoch Probleme mit dem unruhigen Wasser des Mains hatte und nach einem technischen Fehler das Rennen aus der Hand gab. So stand das Team um Captain Inken Neppert im Finale um Gold und Silber erneut den Havelqueens gegenüber, die sich von der Niederlage im Zeitfahren gut erholt hatten und vom Start weg gut mithielten. Über den Mittelteil des Rennens erwies sich jedoch der Schlag der Mindenerinnen als schubkräftiger, sodass man sich Meter um Meter absetzen und mit einer halben Bootslänge Vorsprung die Goldmedaille sichern konnte. „Das ist für uns natürlich ein toller Erfolg, vor allem nach den personellen Umbrüchen in Kader und Trainerstab im Winter. Heute hat sich gezeigt, dass wir an den richtigen Stellschrauben gedreht haben und damit wieder in der Spitze der Liga dabei sind.“, so Routinier Antonia Sachtleben nach dem Rennen. Die Goldmedaille für das Team Red nahmen Steuerfrau Deborah Thiele, Schlagfrau Sylvia Buddenbohm, Nina Killian, Anna-Maria Brendel, Johanna Soester, Darja Schonebohm, Janna Kemenah, Sophie Müller, Antonia Sachtleben, Anna-Lena Vieker und Inken Neppert entgegen.

Bei den Männern des Team Black ging es im Zeitlauf mit dem Sparkasse Gießen Achter gegen einen alten Bekannten, den man klar in die Schranken wies. Die Zeit des Aufsteigerteams um Schlagmann Alexander Weihe konnte in keinem der anderen Zeitläufe unterboten werden, sodass man als Zeitfahrsieger mit einem Ausrufezeichen in das Achtelfinale gegen den Salzlandachter aus Bernburg ging. Die Crew aus Sachsen Anhalt bemühte sich nach Kräften, konnte jedoch die Mindener Männer nicht in Schach halten und musste sich klar geschlagen geben. Auch das Viertelfinale gegen das Sprintteam Mülheim konnte man für sich entscheiden und zog damit in die Top Vier ein. Um den Einzug ins Finale kam es zum westfälischen Showdown gegen den Münster-Achter, der auf den letzten hundert Metern zurückfiel und den Mindener Finaleinzug besiegelte. Das A-Finale bestritten die Männer der Melitta-Crew gegen den DWB Holding Achter Berlin, der sich mit einem schnellen Start in Führung schieben konnte. Über eine dynamische Nachstartphase und mit einer kompakten Mannschaftsleistung konnte das Boot des Bessel-Ruder-Clubs jedoch die Führung zurückerobern und im Endspurt gegen die stark aufkommenden Berliner bis ins Ziel verteidigen. „Dass wir direkt an unserem ersten Renntag in der 1. Ruder-Bundesliga die Goldmedaille holen ist natürlich Wahnsinn, das hätte niemand zu träumen gewagt. Wir haben einfach von Rennen zu Rennen gedacht, alles reingelegt und waren immer noch hungrig als unsere Erwartungen schon weit übertroffen waren.“, keuchte ein abgekämpfter Fred Blanck am Steg. Das Team Black feierte den ersten Saisonsieg mit Lars Hildebrand, Fred Blanck, Vincent Schmitz, Nils Bornemann, Jannik Eilers, Simon Körner, Jona Lembcke, Marius Redecker, Schlagmann Alexander Weihe und Steuerfrau Malin Broich.

Auch das Fazit des Trainerstabs um Daniel Bredemeier, Philipp Baumgard und Michael Krüger fällt positiv aus: „Diese Ergebnisse bestätigen unsere konsequente Arbeit im Winter und zeigen, dass mit den Melitta-Achtern im deutschen Sprintzirkus zu rechnen ist. Das stimmt uns für die nächsten Renntage und insbesondere für unser Heimspiel in Minden am 14.07.2018 auf dem Wasserstraßenkreuz zuversichtlich.“

Text: Vincent Schmitz
Fotos: Alexander Pischke/Ruder-Bundesliga

Der Melitta-Achter “Team Red” auf dem Frankfurter Main in Richtung Goldmedaille.
Der Melitta-Achter “Team Black” gab als Ligaaufsteiger eine beeindruckende Vorstellung und sicherte sich das Tages-Gold.
Ausgelassene Freude beim Melitta-Achter “Team Black” nach der Zieldurchfahrt im Finalrennen.