Nach der Gartenschau ist vor der Gartenschau: Traditionelle

Prof. Dr. Christoph Landscheidt (rechts) überreicht den Landesgartenschau-Spaten an Daniel Hartmann.

Spatenübergabe an die Stadt Höxter

Am Sonntag, 25. Oktober, übergab Kamp-Lintforts Bürgermeister Prof. Dr. Christoph Landscheidt den Landesgartenschau-Spaten an Daniel Hartmann, den künftigen Bürgermeister von Höxter. Hier findet die nächste NRW-Gartenschau 2023 statt. Ministerinnen Ursula Heinen-Esser und Ina Scharrenbach bezeichneten die Landesgartenschau in Kamp-Lintfort während der Zeremonie als großen Erfolg.

Nach der Landesgartenschau ist vor der Landesgartenschau: Während die Kamp-Lintforter am vergangenen Sonntag, 25. Oktober, den letzten Tag ihrer Gartenschau zelebrierten, freute sich Daniel Hartmann, künftiger Bürgermeister der Stadt Höxter, über den Landesgartenschau-Spaten, den Prof. Dr. Christoph Landscheidt, Kamp-Lintforts Stadtoberhaupt, ihm auf der Bühne im Zechenpark feierlich überreichte. „Wir sind wehmütig, denn wir blicken auf ein gelungenes und erfolgreiches Gartenschaujahr zurück. Dennoch: Ein Ende ist auch immer ein neuer Anfang und wir wünschen unseren Kolleginnen und Kollegen für die Gartenschau in Höxter im Jahr 2023 nun alles Gute“, erklärt Landscheidt.

In Höxter wächst derweil die Vorfreude auf die Austragung der Landesgartenschau in drei Jahren. „Kamp-Lintfort hat eindrucksvoll gezeigt, welche positiven Auswirkungen eine Gartenschau für die Stadtentwicklung haben kann“, stellte Höxters amtierender Bürgermeister, Alexander Fischer, heraus. „Diese Impulse wollen wir auch 2023 für Höxter mitnehmen.“ Obwohl die offizielle Spatenübergabe noch in die Amtszeit des amtierenden Bürgermeisters fällt, hatte Fischer die Übernahme seinem Nachfolger, Daniel Hartmann, überlassen, um deutlich zu machen, dass dieser demnächst die Verantwortung und Umsetzung der Landesgartenschau übernehmen wird.

„Höxter hat mit der Kombination aus unserer historischen Altstadt, unserer Lage an der Weser und dem UNESCO Weltkulturerbe im Kloster Corvey einzigartige Voraussetzungen für eine unvergessliche Landesgartenschau“, macht Hartmann deutlich: „Wir freuen uns, allen Besucherinnen und Besuchern 2023 ein ganz besonderes Erlebnis bieten zu können.“

Die Spatenübergabe an die nächste Gartenschau-Stadt habe eine lange Tradition, „die wir auch heute hier gerne fortführen“, erklärt Heinrich Sperling, Gartenschaugeschäftsführer in Kamp-Lintfort. Gemeinsam mit seiner Geschäftsführerkollegin, Claudia Koch, wird er auch die kommende Gartenschau in Höxter leiten. „Es freut mich, dass wir nun auch den traditionellen Gartenschau-Spaten offiziell in den Händen halten können. Jetzt sind wir die Nächsten!“, erklärt Koch.

Landwirtschaftsministerin Ursula Heinen-Esser würdigte die beachtliche Leistung aller Mitwirkenden, dass die Gartenschau trotz Corona-Pandemie ein voller Erfolg war: „Das haben Sie fantastisch gemeistert. Mit dem Zechenpark wurde außerdem der Grundstein für einen neuen Stadtteil mit attraktiven Grünflächen gelegt. So kann die Stadt Kamp-Lintfort ihren Wert als Wirtschafts- und Wohnstandort weiter steigern. Ich freue mich schon jetzt auf die nächste Gartenschau am Standort Höxter.“

Den großen Erfolg der Gartenschau lobte auch Ina Scharrenbach, Ministerin für Heimat, Kommunales, Bau und Gleichstellung des Landes Nordrhein-Westfalen: „Die Landesgartenschau in Kamp-Lintfort war ein voller Erfolg. Sie haben in Kamp-Lintfort mit Zechenpark und Kloster Kamp eine Brücke zwischen Tradition und Moderne gebaut. Die Landesgartenschau hat Akzente gesetzt, denn Städte brauchten Wasser, Grün, Bäume und diese besondere Atmosphäre von Natur und weniger Sichtbeton. Jetzt heißt es Spatenübergabe an Höxter. Den Veranstalterinnen und Veranstaltern wünsche ich ebenfalls viel Erfolg bei der Durchführung.“

Die gerade zu Ende gegangene Landesgartenschau in Kamp-Lintfort habe gezeigt, wie wichtig den Menschen lebendiges Grün gerade in Pandemie-Zeiten ist, sagt Eva Kähler-Theuerkauf, Präsidentin des Landesverband Gartenbau Nordrhein-Westfalen e.V. „Parks und Gärten bieten Erholung im Freien und haben so positive Auswirkungen auf die körperliche und psychische Gesundheit. Die gute Resonanz der vielen Besucher zeigt, dass Blumen, Pflanzen und Gehölze immer mehr in das Bewusstsein der Bevölkerung treten und Gartenschauen ein guter Weg sind, grüne Oasen zu erhalten und vor allem auch neue zu schaffen. Gerade auch durch praxisnahe Pflanzentipps und Gestaltungsideen durch uns Gärtner für den privaten Bereich“, so Kähler-Theuerkauf.

Text: privat, Fotos: Stefan Büschken

Auf der Bühne im Zechenpark: Die beiden Ministerinnen Ursula Heinen-Esser (vorne Mitte) und Ina Scharrenbach (vorne rechts) blicken gemeinsam auf eine erfolgreiche Gartenschau zurück.