Ökologische Durchgängikeit für Mühlenbach

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Eickumer Mühle wird abgerissen

Fische und Kleinstlebewesen sollen ungehindert durch den Eickumer Mühlenbach flussauf- und –abwärts wandern können. Deshalb wird die Eickumer Mühle jetzt abgerissen.

Seit Montag, den 22.10.2018, sind die Abbrucharbeiten in vollem Gange.  Der Abbruch ist der erste Schritt der Hansestadt Herford, um die ökologische Durchgängigkeit des Eickumer Mühlenbachs herzustellen.

Die Wasserrahmenrichtlinie fordert die Durchgängigkeit und somit auch eine Verbesserung der Gewässerqualität für bestimmte Fließ- und Stillgewässer. Zu diesen so genannten berichtspflichtigen Gewässern gehört auch der Eickumer Mühlenbach.

Die bisherige Bachtrasse war durch das Mühlengebäude unterbrochen. 
Der 5 Meter hohe Absturz im Inneren des Gebäudes stellte für die Fische und Kleinstlebewesen bislang ein unüberwindbares Hindernis dar.

Nach dem vollständigen Abbruch der Mühle sollen hier im Frühjahr 2019 auf einer Länge von ca. 56 m sogenannte Beckenpässe (eine Art Treppe) entstehen, um den Höhenunterschied langsam abzufangen und den Organismen zukünftig eine Querung zu ermöglichen.

Die Abbrucharbeiten werden von der Firma Josef Weber GmbH & Co. KG aus Georgsmarienhütte durchgeführt. 
Betreut wird die gesamte Maßnahme durch das renommierte Büro IWA Ingenieurgesellschaft für Wasser-und Abfallwirtschaft mbH & Co. KG aus Bad Oeynhausen, die auch mit eigener Drohne die Baumaßnahmen dokumentieren.

Die Maßnahme wird über das NRW Projekt „Lebendige Gewässer“ mit  80 % gefördert.

Die Eickumer Mühle wurde 1922 am Standort gebaut.  Sie war der Ersatzbau für die aus dem 18.Jahrhundert stammende historische Königsmühle.  Das Mühlrad hatte ausgedient und wurde durch moderne Turbinen ersetzt. Die Eickumer Mühle wurde in den letzten Jahren nicht mehr genutzt.  Sie stand leer und war baufällig.

Text + Fotos: privat

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