One Billion Rising 2021  – Minden fiebert mit

(Minden) One Billion Rising (Eine Millarde erhebt sich) ist die größte weltweite Massenaktion zur Beendigung der Gewalt gegen Frauen in der Geschichte der Menschheit. Die Kampagne, die am Valentinstag 2012 startete, begann als ein Aufruf zum Handeln, basierend auf der erschütternden Statistik, dass eine von drei Frauen auf dem Planeten im Laufe ihres Lebens geschlagen, sexuell genötigt oder vergewaltigt wird. Bei einer Weltbevölkerung von 7 Milliarden Menschen sind das mehr als ZWEI MILLIARDEN FRAUEN UND MÄDCHEN.

Kern der Aktion ist ein gemeinsamer Tanz nach dem Lied „Break the Chain“ von Tena Clark, der an diesem Tag auf der ganzen Welt getanzt wird. Es ist ein Tanz, um Freude und Gemeinschaft auszudrücken und eine neue Art von Bewusstsein zu schaffen, in der Gewalt widerstanden wird, bis sie undenkbar ist. Minden hat sich seit 2015 diesem weltweiten Aufruf angeschlossen und mit verschiedenen Aktionen und Angeboten an Betroffene jedes Jahr verbunden. In 2020 haben sich neben Minden allein 170 Städte in Deutschland an der weltweiten Aktion beteiligt.

Den Impuls, 2015 zum ersten Mal teilzunehmen, gab die Arbeitsgemeinschaft der Frauengruppen und engagierten Bürgerinnen im Kreis Minden-Lübbecke (AGFrauen) durch Imina Ibrügger und Heidi Bierbaum. Schnell fand sich ein Freiwilligenteam auf ehrenamtlicher Basis für die Organisation des Tanzevents. Monatelang im Voraus wird seit dem jedes Tanzevent geplant, organisiert, geübt. Mitglieder des ehrenamtlichen Teams sind Maja Kurth, Odile Gilbert, Brigitte Hanßke-Gertner, Marliese Hoffmann, Christa Amshoff und Sabine Elting.

Die Pandemie hat in diesem Jahr der Mindener Aktion einen kräftigen Strich durch die Rechnung gemacht, ein Tanz in der Innenstadt findet nicht statt. Auch die vorgeschalteten Übungsabende können nicht durchgeführt werden. Hier war in geschütztem Rahmen der Austausch zu Erfahrungen oder Beobachtungen möglich. Männliche Teilnehmer, die mit dem Tanz ebenfalls ein Zeichen setzen wollten, waren immer sehr willkommen.

Da diese Plattformen in 2021 nicht zur Verfügung stehen, wurde zusätzlich ein Flugblatt mit Hilfenummern für Betroffene erstellt, das über Mitwirkende der vergangenen Tanzdemos bei Ärzten, in Supermärkten, Apotheken und Drogerien etc. verteilt wird. Auf diese Art soll den Betroffenen Hilfestellung und Solidarität demonstriert werden. Zusätzlich können Interessierte in den sozialen Medien noch einmal die Tänze der vergangenen Jahre nachvollziehen (Facebook: one billion rising Minden, Instragram: obrminden, Youtube: onebillionrising Minden-Lübbecke, Twitter: OneMinden). Wer sich näher informieren möchte über die Aktion „One Billion rising“ findet über www.onebillionrising.de oder www.onebillionrising.org weitergehende Informationen.

Text + Plakat: privat