„Opfer 2117“ von Jussi Adler Olsen

Gelesen von D. Böttjer

Die Tafel der Schande in Barcelona ist ein Mahnmal für die Weltöffentlichkeit. Hier wird auf die Zahl der im Mittelmeer ertrunkenen Flüchtlinge aufmerksam gemacht, die aus dem Nahen Osten geflohen sind. An der Küste von Zypern wird eine Frau tot aus dem Meer geborgen. Obwohl Alexander, ein junger Mann aus Kopenhagen, diese Frau nicht kennt, geht ihm das Schicksal ziemlich nahe.
Auch Assad, ein Mitarbeiter des Teams von Carl Morck entdeckt in einer Zeitung das Bild dieser toten Frau, die lapidar als Opfer 2117 bezeichnet wird, die ihm gut aus seiner Heimat bekannt ist. Sie ist eine von den vielen Flüchtlingen, die die Reise über das Mittelmeer nicht überlebt hat. Doch nicht das Meer und die Umstände brachten sie ums Leben, sondern sie wurde von einem Mann getötet, der ihren Tod wollte. Assad weiß genau um wen es sich bei diesem Mann handelt, denn seine Frau und seine geliebten Töchter befinden sich in den Händen dieses Mannes. Jetzt braucht Assad dringend die Hilfe seiner Kollegen aus dem Sonderdezernat Q um seinen Erzfeind zu finden und zu vernichten. Und dann erzählt er seinen Kollegen Dinge aus seiner Vergangenheit, die er lieber für sich behalten würde. Doch nur so gelingt es seinen Kollegen die Spur des Terroristen aufzunehmen und nach Deutschland zu verfolgen. Assad ist sich bewusst, dass er sich auf ein Spiel auf Leben und Tod einlässt und es nur einen Gewinner geben wird, wenn der Falsche siegt, wird es nur Verlierer geben. Es ist ein höchst emotionaler Fall den Assad und das gesamte Team von Carl Morck an die Grenzen bringt.

Erschienen im dtv Verlag am 10. Oktober 2019
ISBN 978-3-423-28210-9
24,- €