Papiermaschine von Melitta feiert 50. Geburtstag

50 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter produzieren aktuell täglich zwischen 500 und 600 Kilometer Papier mit der sogenannten „PM3“ in Minden. @Melitta Group

Mehr als Sechs Millionen Kilometer Papier produziert – Regelmäßige Modernisierungen senken Energieverbrauch

Seit 50 Jahren produziert die sogenannte „PM3“ in Minden das Papier für Melitta® Filtertüten®. Ende 1970 hat die knapp vier Meter breite und 70 Meter lange Maschine ihre beiden Vorgänger abgelöst und bis heute etwa 6,2 Millionen Kilometer Papier hergestellt. „Aktuell produzieren unsere 50 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter aus der Papierfabrik täglich zwischen 500 und 600 Kilometer Papier“, sagt Michael Weber, Leiter Technik am Standort Minden. Still steht die Maschine nur sehr selten: Neben einer Pause für Wartungs- und Reparaturarbeiten im Sommer und kurzen Stillständen an hohen Feiertagen wie Weihnachten und Silvester produziert die PM3 seit einem halben Jahrhundert rund um die Uhr Papier, das anschließend zu Melitta® Filtertüten® verarbeitet wird.

Damit die Maschine auch nach 50 Jahren auf dem aktuellen Stand der Technik ist, wird neben den Wartungsarbeiten immer wieder in die Modernisierung der Maschine investiert. Zuletzt hat die Maschine Anfang 2019 einen neuen Stoffauflauf bekommen, das Herzstück der gesamten Anlage. „Nach dem Stoffauflauf kommt es zur Trennung von Wasser und Zellstoffasern. Hier wird sozusagen das Papier geboren“, erklärt Michael Weber und ergänzt: „Wir optimieren regelmäßig, um die Effizienz und die Papierqualität immer weiter zu verbessern. Bei allen Projekten verfolgen wir aber auch das Ziel, den Verbrauch von Ressourcen in der Papierherstellung kontinuierlich zu senken“.

So wurde die Papiermaschine mit einer Anlage zur Wärmerückgewinnung ausgestattet. Diese macht es möglich, die warme Luft, die während des Trocknungsprozesses des Papiers entweicht, aufzufangen und wieder nutzbar zu machen – u.a. für die Gebäudeheizung. Genauso wird auch das verwendete Wasser in der Papierherstellung in einer eigenen Anlage aufbereitet und der Produktion wieder zugeführt. „Den grundsätzlichen Energie- und Wasserverbrauch konnten wir durch verschiedene Maßnahmen ebenfalls deutlich senken“, sagt Michael Weber. „So ist unsere PM3 für die nächsten Jahre gerüstet und wird auch weiterhin eine wichtige Größe für unseren Produktionsstandort Minden sein.“

Text: Melitta Group