Rundwanderweg am Schloss Benkhausen fast fertig

Foto (privat): v.l.n.r.: Michael Heisch (Rasche GmbH), Landschaftsarchitekt Christhard Ehrig, Sylvia Blaha und Richard Grobecker aus der Immobilien-Abteilung der Gauselmann Gruppe besprechen die weiteren Bauschritte.

Am 10. Juni, im Rahmen des Aktionstages „Tag der Gärten und Parks“ wird der neu geschaffene circa zwei Kilometer lange Rundwanderweg durch Wald und Wiesen rund um das Schlossgelände in Benkhausen eröffnet. Die Idee, die herrliche Natur mit einem Wanderweg zu erschließen und öffentlich zugänglich zu machen, stammt vom Schlossherrn Paul Gauselmann selbst.

„Die Bauarbeiten laufen seit Mitte März auf Hochtouren“, weiß Richard Grobecker, verantwortlicher Projektleiter und Geschäftsführer der Immobilien-Abteilung der Gauselmann Gruppe, zu berichten. Doch dieser Wanderweg sei alles andere als nur eine Schneise durch den Gestringer Wald rund um das heutige Tagungshotel und Schulungszentrum Schloss Benkhausen. „Wir haben der Natur auch sehr viel zurückgegeben“, betont er. So wurde dem Gestringer Bach, der 1914 als kleiner Kanal begradigt wurde, jetzt sein natürlicher verzweigter Verlauf innerhalb des Waldes zurückgegeben. Entlang des Bachs seien zudem mehrere Blänken angelegt worden, die der Ansiedlung von spezieller Flachwasser-Vegetation und entsprechend typischer Tierarten dienen solle. „Das Thema Renaturierung hat bei der Gesamtkonzeption des Wanderwegs stets im Vordergrund gestanden“, versichert auch Christhard Ehrig, der bereits bei der Gestaltung des Schlossparks sein Können als Landschaftsarchitekt sowie seine Liebe zur Natur bewiesen hat. Zusammen mit dem Landschaftsbauunternehmen Rasche aus Minden war er maßgeblich an der naturorientierten Gestaltung und Realisation des Rundwanderweges beteiligt.

Als Mitte März die ersten Meter im Wald hinter dem Herrenhaus und Schlosspark erschlossen wurden, lagen mehr als ein Jahr Planung und vielerlei Genehmigungsverfahren hinter den Akteuren. Zahlreiche Gutachten, Anträge und Formulare waren im Vorfeld zu verarbeiten. Inzwischen wird das ausgewiesene Feuchtbiotop mit einem Holzbohlenweg überbrückt, so dass Flora und Fauna so unberührt wie möglich von den künftigen Besuchern bleiben. Und auch viele andere Vorgaben unterschiedlicher Behörden mussten berücksichtigt werden.

Der Weg erstreckt sich innerhalb des Waldes über die Schlossallee bis zum Mittellandkanal. Hier führen ein Steg und Brücken der Bauschlosserei Grewing aus Lübbecke an verschiedenen Stellen über die Flöthe, in die der Gestringer Bach mündet.

Mit diesem Rundwanderweg hat Schloss Benkhausen nun eine weitere wunderschöne, weil naturnahe Attraktion zu bieten“, freut sich auch Schlossleiterin Larissa Mattlage. „Wir sind alle sicher, dass die Menschen im Mühlenkreis sowie unsere Hotel- und Tagungsgäste diesen besonderen Naherholungswert auf Schloss Benkhausen genießen werden!“

Text + Fotos: privat

Mehrere neu angelegte Blänken (Flachwasserseen) entlang des Gestringer Bachs werden zahlreichen Pflanzenarten und Tieren wie Fröschen ein neues Zuhause bieten.
Der Gestringer Bach wurde nach über hundert Jahren innerhalb des Waldes renaturiert.