Sabine Thiesler: „Zeckenbiss“

gelesen von D. Böttjer

Zu Beginn des Buches erlebt man den Mord der deutschen Anwältin Lara Sennen, die mit ihrem Mann Bastian in der Toskana Urlaub macht und dort ein Ferienhaus kaufen möchte. Commissario Donati Neri, der dem Leser auch aus früheren Büchern bereits bekannt ist, nimmt die Ermittlungen auf. Bastian kehrt wieder zurück nach Berlin um seine Frau dort zu beerdigen.

Der Richter Bernd Gernersheim findet nach seiner Pensionierung noch einmal seine große Liebe, die wesentlich jüngere Veronika. Die beiden wollen heiraten und ausgerechnet an seinem Hochzeitstag wird er, während seine Gäste fröhlich feiern, ermordet. Besteht hier ein Zusammenhang mit dem Mord in der Toskana? Zufällig begegnen sich die Ehepartner der beiden Mordopfer und suchen gemeinsam nach einem Motiv für die Morde.

Dann gibt es noch den Taxifahrer Wolfgang Bergmann der ziemlich einsam ist. Auch er spielt in diesem Roman ein ganz besondere Rolle.

Der Mehrfach- und Intensivtäter Faruk, aufgewachsen in der Großstadt Berlin, lernt schon früh dass man als Krimineller am besten fährt. Er sitzt für 4 Jahre im Gefängnis für eine schreckliche Tat. Er setzt alles daran vorzeitig entlassen zu werden und bittet immer wieder die Gefängnispsychologin Diana Klee ihm zu helfen. Als er schließlich tatsächlich entlassen wird hilft ihm seine Familie zu fliehen. Der Zufall führt ihn ausgerechnet in die Toskana.
Jetzt fragt man sich als Leser natürlich was diese Protagonisten miteinander verbindet. Alle Personen werden sehr detailliert beschrieben und geben tiefe Eindrücke in deren Leben.

erschienen bei Heyne, HC 544 Seiten, € 20, ISBN: 978-453-27147-0