Spargel – königliches Gemüse aus der Region

Lecker, jetzt ist wieder Spargelzeit. Wer frischen heimischen Spargel genießen möchte, lässt sich diesen aus vielen Gründen auch etwas kosten. Der Aufwand für den pflege- und arbeitsintensiven Anbau ist sehr hoch, da Spargel von Hand geerntet wird. In den frühen Morgenstunden sind die Spargelstecher auf den Feldern unterwegs, damit das Stangengemüse frisch in den Märkten zu kaufen ist. Außerdem ist beim Anbau viel Geduld nötig, kann er doch erst im dritten Jahr nach der Pflanzung voll geerntet werden.

„Pro Mund, ein Pfund!“ 500 Gramm Spargel sollten gerechnet werden, wenn das königliche Gemüse als Hauptgericht serviert wird. Als Beilage sind 300 Gramm pro Person ausreichend. 15 bis 20 Minuten sollte weißer Spargel gekocht werden. Grüner Spargel etwa fünf Minuten weniger. Gewürze und Zitronensaft verderben das typische und feine Spargelaroma. Der Spargel ist gar, wenn er weich ist, aber noch Widerstand gibt, wenn er am Spargelende mit einem Küchenmesser eingestochen wird.

„Wer beim Schälen geizt, ist ein Geizhals“. Das heißt, der weiße Spargel sollte großzügig unterhalb des Kopfes geschält werden. Das garantiert zarten Genuss. Der grüne Spargel muss nur am unteren Drittel geschält werden. Das Schälen ist beim Spargel die letzte Arbeit vor dem Vergnügen; die geht aber mit entsprechenden Küchenhelfern schnell von der Hand.

Spargel ist nicht nur lecker, sondern auch gesund. Er besteht zu 95 Prozent aus Wasser. Mit nur 13 Kilokalorien pro 100 Gramm gehört er mit zu den Gemüsesorten, die einen sehr niedrigen Energiegehalt aufweisen und eignet sich damit hervorragend für die leichte Küche. Spargel sind wahre Vitaminstangen: Mit 500 Gramm Spargel, die etwa einer Portion entsprechen, wird der Tagesbedarf an Vitamin C und Folsäure gedeckt. Aber auch mit den Mineralstoffen Kalium und Calcium wird der menschliche Körper über das Stängelgemüse versorgt.

Schale in den Abfalleimer?
Nein, denn daraus lässt sich ganz schnell und einfach eine leckere Spargelsuppe zaubern, die sich dann auch einfrieren lässt. Dafür die Schalen waschen, in einem großen Topf mit Wasser aufsetzen und für etwa 30 Minuten köcheln lassen. In einem separaten Topf eine Mehlschwitze anrichten. Ganz langsam und unter kräftigem Rühren das „Spargelwasser“ hinzugeben. Die Suppe anschließend kurz unter weiterem Rühren aufkochen lassen und mit Salz, einer Prise Zucker und frischem Pfeffer würzen. Je nach Wunsch können auch gekochte Spargelstücke wieder in die Suppe gegeben werden. Dazu passt natürlich frisches Brot oder Baguette.

Foto: Tim Reckmann  / pixelio.de