Stimmen zur Corona-Krise

Liebe Mindenerinnen und Mindener, 


wir alle erleben derzeit, wie uns die Corona-Krise fordert – in vielerlei Hinsicht. Vor allem Geduld ist weiter gefragt und wir müssen weiter mit Einschränkungen leben. Der Druck auf die Bundes- und Landespolitik zu weiteren Lockerungen wächst. Aber auch ich mahne stets, wenn mich Anfragen von Bürgerinnen und Bürgern oder auch Unternehmen erreichen, dass wir die Krise bei Weitem noch nicht überstanden haben und dass wir weiter vorsichtig sein müssen. 

Wir selbst haben es – mit Abstand halten sowie Mund- und Nasenschutz beim Einkaufen und im ÖPNV tragen – weiter in der Hand, dass sich das Virus nicht weiter ausbreitet. Das ist bisher in Minden sehr gut gelungen. Und ich freue mich sehr darüber, dass sich fast alle an die Regeln gehalten haben. Mit Stand vom 28. April hatten wir in Minden 94 Menschen, die sich mit dem Virus infiziert haben, 80 davon sind wieder gesund. 

Ich möchte in dieser Ausgabe dazu beitragen, Mut zu machen! Wir alle sitzen im gleichen Boot, welches uns dahin steuern soll, die Zahl der Infektionen auf ein Minimum zu halten – bis ein wirksamer Impfstoff vorliegt. Das ist anstrengend, weil wir weiter zum Beispiel auf Kultur, Veranstaltungen, Feiern, Sport-Begegnungen und Urlaub, wie wir ihn kennen, verzichten müssen. Aber es betrifft uns alle und das sollte uns Mut machen. 

Mit dem Start an den Schulen für die Abschlussklassen und der Öffnung der meisten Einzelhandelsgeschäfte in der Innenstadt sowie in den anderen Stadtbezirken am 20. April sind erste kleine Schritte in Richtung Normalität umgesetzt worden. Es freut mich zu sehen, dass wieder mehr Menschen in Minden unterwegs sind. Das macht es aber auch schwieriger, den gebotenen Abstand zu halten, der nach wie vor das wirksamste Mittel ist, sich und andere vor einer Ansteckung zu schützen. Die meisten Mindener*innen haben sich verantwortungsvoll verhalten und sollten es unbedingt auch weiter tun!

Die Geschäftsleute haben sich sehr viel Mühe bei der Umsetzung der Auflagen gegeben. Ich bin sehr froh zu sehen, wie gut und flexibel sich der Mindener Handel auf die neue Situation eingestellt hat. Stolz bin ich auch auf unsere lokalen Unternehmen, die ihre Produktion in Windeseile umgestellt haben, um einen gesellschaftlich wertvollen Beitrag zu leisten. Seit einigen Wochen wird beispielsweise Desinfektionsmittel – unter anderem für Arztpraxen und Kitas – hergestellt. Auch werden in Minden Atemmasken bzw. Mund-Nasenschutz industriell gefertigt. Das finde ich bemerkenswert und es stimmt mich hoffnungsvoll, dass unsere Wirtschaft in Krisenzeiten sehr beweglich ist und sich sehr gut auf die Anforderungen der Zukunft einstellen kann.

Wir sollten uns mit der Krise arrangieren, die uns noch länger begleiten wird. Haben Sie Geduld und freuen Sie sich über das, was schon an Normalität zurückgekehrt ist. Freuen Sie sich mit mir über die nächsten kleinen Schritte und die teilweise großartige Kreativität, die zahlreiche Mindener*innen an den Tag gelegt haben – mit kleinen Konzerten, Online-Auftritten im Theater, Online-Unterricht und vielen Angeboten, die auf unserer „Stubenhockerseite“ unter www.minden.de zusammengestellt sind. Foto: Stadt Minden

Bleiben Sie gesund!

 

Ihr Michael Jäcke
Bürgermeister

Keiner von uns hätte sich noch vor einigen Wochen vorstellen können, was gerade passiert. Ein Virus hält die ganze Welt in Atem – oder vielmehr hält die Welt den Atem an. Leider haben einige Branchen voraussichtlich noch viele Monate unter den restriktiven Maßnahmen zur Eindämmung der Pandemie zu leiden. Dazu zählt in besonderer Weise die Gastronomie, mit der wir seit Generationen stark verbunden sind. Die aktuelle Situation sorgt in der Branche für schlaflose Nächte. Es muss aus unserer Sicht alles getan werden, um die Existenz der gastronomischen Betriebe abzusichern. Wo es uns möglich ist, werden wir unseren Beitrag dazu leisten!

Auch unserer Brauerei, die für ihren überdurchschnittlich hohen Gastronomieanteil in der Kundschaft bekannt ist, leidet in gewaltiger Dimension unter der Corona-Krise. Wir als Familienunternehmen sind nun gefordert, die älteste norddeutsche Pilsbrauerei und ihre Arbeitsplätze zu erhalten. Ich bin mir sicher, dass uns das gelingen wird, da dieses Ziel alternativlos ist! Es erfüllt mich mit Stolz, mit welcher Leidenschaft unsere Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter aktuell ihren Beitrag zur Zukunftssicherung der Brauerei leisten. Es ist diese enorme Solidarität, die mir die innere Kraft gibt, positiv in die Zukunft zu blicken. Foto: privat

 

Trotz Krise die Zukunft im Blick
Gauselmann Gruppe handelt souverän und bereitet sich auf das Ende des Lockdowns vor
Aktuell sind alle der über 700 MERKUR-Spielstätten in Deutschland und Europa sowie alle zehn deutschen Spielbankenstandorte der Gauselmann Gruppe und zudem die vielen hundert Sportwettshops, die im In- und Ausland zum Unternehmen gehören, geschlossen. Dennoch schaut das ostwestfälische Familienunternehmen mit Mut und Zuversicht auf die Zeit nach der Krise.

„Für die Gauselmann Gruppe ist Solidarität das oberste Gebot der Stunde“, betont Firmenpatriarch Paul Gauselmann. „Unser Fokus liegt aktuell darauf, möglichst alle 14.000 Arbeitsplätze in unserem Konzern zu erhalten. Unsere Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter setzen sich seit vielen Jahren und Jahrzehnten für das Unternehmen ein, deshalb dürfen wir sie nun in diesen schwierigen Zeiten nicht alleine lassen. Das ist eine große und herausfordernde Aufgabe, wenn man bedenkt, dass wir aktuell praktisch keinen Umsatz erwirtschaften.“

Das zentrale Mittel zum langfristigen Erhalt der Arbeitsplätze ist die Kurzarbeit. In der Gauselmann Gruppe sind etwa 13.500 Beschäftigte von ihr betroffen. „Um soziale Notlagen unserer Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter zu vermeiden, stocken wir in diesen Fällen das Kurzarbeitergeld auf. Bei der Größenordnung unseres Konzerns ist das eine erhebliche Belastung, die wir aber nicht nur aus Gründen der Mitmenschlichkeit, sondern auch zur Sicherung unseres Unternehmens stemmen“, so Paul Gauselmann. Aus Solidarität verzichten bzw. stunden auch die Vorstände und Führungskräfte, circa 60 Personen, auf die Zahlung von durchschnittlich 50 Prozent ihres Gehalts.

Die Gauselmann Gruppe ist auf das Wiederhochfahren des Marktes ausgerichtet. So arbeiten die Entwicklungsteams weiter an neuen Produkten, um den Kundinnen und Kunden auch in Zukunft die besten Spiele, Geräte und Dienstleistungen „Made in Germany“ anbieten zu können. Der Konzern zeigt sich optimistisch über eine baldige Wiedereröffnung der Spielstätten und Spielbanken in Deutschland. Dies ist laut Paul Gauselmann auch aus Gründen des Spielerschutzes dringend geboten. Denn seit den im Zuge der Coronakrise vorgenommenen, notwendigen Schließungen sämtlicher Spielstätten und anderer legaler Glücksspielangebote ist eine deutlich vermehrte Nutzung des illegalen Online-Glücksspiels aus dem Ausland wahrzunehmen. „Unter diesen Umständen können wir derzeit nicht an der Erfüllung des im Glücksspielstaatsvertrag formulierten Auftrags mitarbeiten, den natürlichen Spieltrieb der Bevölkerung in geordnete Bahnen zu lenken und der Ausbreitung illegaler Glücksspielangebote entgegenzuwirken“, berichtet Paul Gauselmann.

Auf eine möglichst zeitnahe Öffnung der Spielstätten ist die Gauselmann Gruppe bestens vorbereitet. „Insbesondere die gewerblichen Spielstätten haben den Vorteil, dass sie im Zuge der gesetzlichen Bestimmungen ohnehin schon Vorgaben umsetzen, die dem Prinzip des Abstandsgebots entsprechen. Somit können wir bei einer Wiedereröffnung unserer Spielstätten im Zusammenspiel mit zusätzlichen weitreichenden Maßnahmen einen optimalen Infektionsschutz für unsere Gäste und Beschäftigten gewährleisten“, versichert Dieter Kuhlmann, Vorstand Spielbetriebe abschließend. Foto: Trend Journal Claus Perner Quelle: Gauselmann AG

 

Statement zur „Coronakrise“ Glinicke Sportwagen GmbH, Porsche Zentrum Bielefeld

Ich freue mich, dass seit Beginn der Corona-Pandemie unsere Mitarbeiter und Familien gesund geblieben sind. Auch aus unserem Kundenkreis sind wenige Fälle bekannt. Unser Team im Bereich Werkstatt und Ersatzteile hat die gesamte Zeit über für unsere Kunden zur Verfügung gestanden, um fällige Inspektionen und notwendige Reparaturen, durchzuführen. Lediglich im Bereich des Verkauf von Neu- und Gebrauchtfahrzeugen haben wir einige Wochen Kurzarbeit gemacht, waren aber größtenteils für die Kunden sowohl Online, wie auch telefonisch erreichbar, um den Gesprächsfaden nicht abreißen zulassen.
Selbstverständlich haben alle Aktivitäten unter den strengen Hygienevorschriften die geboten sind stattgefunden. Ich freue mich auch, dass es seit letzter Woche gelungen ist, sowohl neue wie auch gebrauchte Fahrzeuge zu verkaufen und auszuliefern. Da aktuell nicht abgeschätzt werden kann, wie lange uns diese Krise noch beschäftigen wird und welche wirtschaftlichen Auswirkungen dann auf uns zukommen, ist eine realistische Prognose für das Kalenderjahr 2020 aus meiner Sicht nicht möglich. Dass es ein Einbruch der Verkaufs und Auslieferungszahlen, wie auch des gesamten Umsatz im Unternehmen geben wird ist natürlich abzusehen, wir bleiben aber positiv! Foto: privat
Bleiben Sie gesund
Es grüßt Sie herzlich Ihr

Frank Menzel
Geschäftsführer

 

Interview zur Corona-Krise

Die Coronokrise hat viele Lebens- und Arbeitsbereiche verändert. So auch bei unserem Partner für Veranstaltungen und Reisen, Christoph Rodermund – dem ostwestfälischen Weltenbummler. Sein Leben bestand vor Corona aus weltweiten Reisen mit seinen Kunden, erst kürzlich war er mit Gästen des Trendjournals im Rahmen unserer Leserreise auf der Ostseeinsel Usedom.
Seit vielen Jahren hat sich der Hiddenhauser aber auch einen Namen als Moderator gemacht. Seien es große öffentliche Veranstaltungen, Firmen-Events oder Galas – mit seiner stilvollen Moderation und seiner eindrucksvollen Bühnenpräsenz (kein Wunder bei einer Körperlänge von 2,02 mtr.) wird er gern und langfristig engagiert.

Wann hat Corona Ihr Leben verändert:
Das war am 15.03.2020 – dieses Datum werde ich so schnell nicht vergessen. Ich war auf dem Weg nach Hamburg zur Moderation einer Veranstaltung eines großen Zeitungsverlags. Kurz vor Ankunft im Hotel kam im Radio die Meldung, dass der Senat jegliche öffentliche und größere Privatveranstaltungen ab sofort untersagt. Ich bin in mein Hotel gefahren, hatte eine unruhige Nacht und habe am nächsten Tag den Rückweg angetreten. Seitdem bin ich zu Hause.

Waren Sie jemals so lange ohne Unterbrechung zu Hause?
Das ist eine gute Frage und ich kann spontan und klar sagen: NEIN! Das hatte ich zuvor noch nie! Es war bislang unvorstellbar für mich, über einen Zeitraum von mittlerweile 2 Monaten nicht auf Reisen zu sein. Unabhängig davon, ob es ein privater Urlaub ist oder eine Reise mit Kunden oder eine Veranstaltung.

Was macht diese Zwangspause mit Ihnen?
Wissen Sie, ich habe großes Glück in meinem Leben: Menschen zu begeistern, das ist mein Beruf und gleichzeitig meine Berufung und somit konnte ich bislang jeden Tag auf’s Neue meiner Leidenschaft nachgehen. Das alles plötzlich nicht mehr so erleben zu können ist eine unbeschreibliche Erfahrung. Sie hat mir gezeigt, dass nichts in meinem Leben selbstverständlich ist und ich weiß, dass ich meine Reisen und Veranstaltungen zukünftig noch mehr genießen werde! Aber ich bin praktizierender und überzeugter Optimist und schaue nach vorn! Es wird irgendwann wieder losgehen und darauf bereite ich mich vor!
Was hätten Sie in diesen Wochen ohne Corona erlebt?
Jede Menge! Ich wäre in Florida gewesen, um weitere Reisen vorzubereiten und zu planen. Dann hätte ich im April bis Mitte Mai ca. 20 Veranstaltungen in ganz Deutschland, Österreich und der Schweiz moderiert und wäre Ende Mai mit 53 Gästen zu einer 6-tägigen Städtereise in mein geliebtes New York gestartet…

Was machen Sie jetzt mit der vielen Freizeit?
So viel Freizeit habe ich gar nicht! Ich nutze die Krise, um mich auf die Zeit danach intensiv vorzubereiten. Dazu gehört die Planung neuer Reisen, natürlich auch für das Trendjournal! Sobald bekannt ist, wann Reisen wieder möglich sind, werden die neuen Angebote veröffentlicht und ich kann Ihnen versichern, da gibt es richtige Überraschungen und Traumreisen, nah und fern!
Außerdem habe ich neben Reisen und Veranstaltungen weitere Tätigkeitsfelder – ich berate zahlreiche Unternehmen in Marketing-Angelegenheiten. In diesem Zusammenhang produziere und moderiere ich momentan einen Werbespot für einen hochwertigen Schlafmöbel-Hersteller. Es gibt auch Branchen, die nicht unmittelbar von der Krise betroffen sind.

Wird es Ihnen in Ostwestfalen nicht langweilig?
Ich bin gerne hier in Ostwestfalen und es war bislang immer eine Oase der Ruhe und Erholung zwischen den Reisen und Veranstaltungen. Wenn ich aus dem stetigen Trubel in New York oder Las Vegas hier in unsere Heimat kam, dann konnte ich durchatmen, mich ganz entspannt bewegen und Kraft tanken für die nächste Reise. Doch das waren immer nur wenige Tage und es ist mir nie so richtig gelungen, meine Heimat ausgiebig zu genießen – das kann ich jetzt und so entdecke ich ständig etwas Neues in dieser wunderschönen Region! Mit meinem E-Bike habe ich im sonnenverwöhnten April knapp 1.000 km zurückgelegt – jeder Ausflug war ein Traum! Vielleicht ist auch das mal ein Projekt in Zukunft: Fahrrad-Reisen hier in unserer Heimat… wer weiß…

Womit motivieren Sie sich – wie schaffen Sie es, nicht den Mut zu verlieren?
Ich habe ja bereits erwähnt: ich bin überzeugter Optimist. Bei den vielen Nörglern, Schwarzsehern und Weltuntergangs-Theoretikern muss man sich einfach dagegenstemmen und darf sich nicht „runterziehen“ lassen. Meine Erfahrung ist: Optimismus macht das Leben nicht nur angenehmer, sondern auch erfolgreicher und gesünder. In einer schwierigen Phase meines Lebens habe ich mir mal angewöhnt, jeden Abend 3 Dinge zu notieren, für die ich im Verlaufe des Tages dankbar sein kann! Das hat mein Wohlbefinden unglaublich verbessert und mich zu neuen Taten am nächsten Tag motiviert. Außerdem stelle ich mir immer den optimalen Ausgang von Situationen vor und wiederhole diesen Gedanken so oft es geht. Unsere Gedanken bestimmen, was wir tun und wie wir uns fühlen! Versuchen Sie es mal, das klappt!

Woran arbeiten Sie aktuell?
Neben dem schon erwähnten Werbespot arbeite ich an meiner persönlichen Homepage www.christoph-rodermund.de. Dort werden in Kürze alle aktuellen Reisen und Veranstaltungen online sein. Außerdem ist mein Terminkalender online, sodass jeder sehen kann, an welchen Terminen ich noch frei bin.

Wie ist Ihr Motto für die Corona-Zeit?
Ganz einfach: am Ende wird alles gut – wenn es noch nicht gut ist, dann ist das Ende noch nicht erreicht! Das Wichtigste ist jedoch, dass wir alle gesund bleiben!
Foto: privat