Visionär, Erfinder, Ideengeber und Kämpfer:
 Unternehmer Paul Gauselmann feiert 85. Geburtstag

ESPELKAMP. Die Erfolgsgeschichte von Paul Gauselmann ist die Lebensgeschichte eines der letzten großen deutschen Unternehmer der Nachkriegszeit. Eines Patriarchen mit sozialem Ethos, aber auch Ecken und Kanten. Mit seinem ausgeprägten Instinkt für erfolgversprechende Ideen und Trends schafft er es nicht nur, sein eigenes Unternehmen innerhalb von sechs Jahrzehnten an die Spitze der deutschen Automatenwirtschaft zu bringen, sondern verhilft auch anderen Automatenaufstellunternehmen in seiner Eigenschaft als Verbandsvorsitzender der Industrie zu prosperierenden Geschäftsentwicklungen. Am 26. August feiert der Firmengründer und Vorstandssprecher der ostwestfälischen Gauselmann Gruppe, Ehrenbürger der Städte Espelkamp und Lübbecke, Träger des Verdienstkreuzes 1. Klasse – PAUL GAUSELMANN – seinen 85. Geburtstag.

Paul Gauselmann wird 1934 als fünfter Sohn des Handwerkers Heinrich und seiner Frau Maria in Borghorst bei Münster geboren. Nach dem Tod der Mutter wird er im Alter von zwei Jahren zu Verwandten nach Münster gebracht, wo er getrennt von seinen vier älteren Brüdern als Einzelkind aufwächst. Seine Kindheit ist geprägt von den Schrecken des 2. Weltkriegs: Verheerende Bombenangriffe auf Münster, die ständige Angst der Menschen um ihn herum sowie große Entbehrungen lehren ihn frühzeitig, zu improvisieren und sich durchzusetzen. „Als damals alles in Trümmern lag, standen nur einfachste Mittel zur Verfügung und ich musste lernen, daraus immer das Beste zu machen. Diese Erfahrungen haben mir gezeigt, dass sich Anstrengung, Fleiß und vor allem der Blick auf das Wesentliche auszahlen. Für mich stand von da an fest, dass ich mehr in meinem Leben erreichen wollte, ich wollte frei und unabhängig sein und so schneller erfolgreich werden“, resümiert der Unternehmer heute.

Dieses Ziel vor Augen schließt Paul Gauselmann 1950 die Schule in Münster als Jahrgangsbester ab und beginnt eine Ausbildung zum Fernmelderevisor bei „Telefonbau und Normalzeit“ (T+N). Sowohl die Ausbildung als auch einen sechsmonatigen Sonderlehrgang in der Firmenzentrale von T+N in Frankfurt, den sein Arbeitgeber ihm ermöglichte, absolviert er mit Auszeichnung.

Paul Gauselmann heiratet mit 20 Jahren. Da er noch nicht volljährig ist, muss er für die Eheschließung vor Gericht kämpfen. Mit 21 ist er bereits zweifacher Vater und übernimmt damit Verantwortung in einer Zeit, in der andere beginnen zu studieren oder erste berufliche Erfahrungen sammeln. Nicht so Paul Gauselmann. Er ist bereits Leiter einer eigenen Revisionsdienststelle, hat ein eigenes Telefon, einen Dienstwagen und zwei Monteure.

Doch damit nicht genug: 1956 offeriert ihm eine Coesfelder Automatenfirma eine Tätigkeit, bei der er fast das Doppelte verdienen kann. Paul Gauselmann kündigt daraufhin seinen sicheren Job und wechselt zum Generalimporteur für amerikanische Wurlitzer-Musikboxen.

Die Tage als Automatentechniker gestalten sich lang und erfordern höchsten Einsatz. Dennoch findet Paul Gauselmann die Zeit für sein liebstes Hobby, das Tüfteln. Das Ergebnis ist eine Fernwahlbox für deutsche Musikboxen, die es bislang nur bei amerikanischen Modellen gibt. Im November 1956 präsentiert er seine Erfindung dem Espelkamper Musikautomatenhersteller Harting.

Die Fernwahlbox geht später als erste Erfindung und erstes Patent von Paul Gauselmann in die unternehmerische Geschichte der heutigen Gauselmann Gruppe ein. Mehr als 300 weitere Patente folgen im Verlauf der Jahre.

Der entscheidende Erfolg einer deutschen Fernwahlbox ist fraglich, aber das leidenschaftliche Engagement des gerade einmal 22-Jährigen begeistert den damaligen technischen Leiter Dr. Foelkel so sehr, dass dieser ihn kurzerhand für die Automatenentwicklung einstellt.

So beginnt der gelernte Fernmelderevisor Paul Gauselmann am 1. Dezember 1956 als technischer Mitarbeiter in der Entwicklungsabteilung Automaten bei der Firma Harting in Espelkamp. Wenig später bezieht er mit seiner Frau und den beiden Kindern in der Marienburger Straße in Espelkamp seine erste eigene Wohnung.

1960, im Alter von 26 Jahren tritt Paul Gauselmann die Nachfolge seines ausgeschiedenen Mentors und Förderers Dr. Foelkel an und wird Chef der Automatenentwicklung, wodurch sich sein Gehalt verdreifacht. Zu seinen Aufgaben zählen die Weiterentwicklung der Musikautomaten sowie die Entwicklung des ersten elektrischen Zigarettenautomaten aus deutscher Produktion.

Grundsteinlegung für die Gauselmann Gruppe
Die anhaltende Faszination für Musikboxen und die Erkenntnis, dass man in der Nachkriegszeit viel Geld damit verdienen kann, verleiten Paul Gauselmann bereits im Frühjahr 1957 zu der wohl besten Idee seines Lebens: Neben seiner regulären, oftmals mehr als 48-Stunden-Woche, die er hauptberuflich leistet, macht er sich mit 2.000 D-Mark Erspartem, 17 Musikboxen und einem quergeschriebenem Wechsel über 100.000 D-Mark nebenberuflich als Musikautomatenaufsteller selbstständig und legt damit den Grundstein für sein Lebenswerk, die Gauselmann Gruppe.

1958 steigt sein Bruder Willi mit in das Geschäft ein. 1962 kommt ein weiterer Bruder, Eugen, dazu. Aus der Einzelfirma wird die Aufstellfirma „Gebrüder Gauselmann GmbH“.

Im Oktober 1964 schließlich wagt Paul Gauselmann den Sprung in die komplette Selbstständigkeit. Die Geschäfte laufen gut, das Unternehmen beschäftigt bereits 15 Mitarbeiter und stellt auf 300 Plätzen in der Gastronomie Automaten auf. Darüber hinaus kauft Paul Gauselmann gebrauchte amerikanische Musikboxen auf und baut die generalüberholte Technik in ein neues Gehäuse – „das neue Kleid“ – wieder ein. Diese Musikboxen sind im Preis um das Drei- bis Vierfache günstiger, was zu einem Aufstellboom führt. Alle Tätigkeiten wie Produktion und Handel übernimmt er dabei allein – neben dem Aufstellgeschäft mit seinen Brüdern.

Doch der unternehmerische Aufwärtstrend hat auch seine Schattenseiten. Nach dem unerwarteten Tod seiner Frau Elisabeth 1965 steht Paul Gauselmann plötzlich mit inzwischen drei Söhnen als alleinerziehender Vater da. In dieser Zeit findet er Rückhalt und Unterstützung bei seinem Pflegevater, der sich fortan an der Haushaltsführung und Kindererziehung stark beteiligt.

1967 trifft Paul Gauselmann auf eine Frau, die er noch im gleichen Jahr heiratet, seinen Kindern eine neue liebevolle Mutter wird und ihm gleichzeitig in all seinen unternehmerischen Bestrebungen fortan bestärkend zur Seite steht: Karin Gauselmann. Das gemeinsame Kind, der vierte Sohn, wird 1969 geboren.

Auf dem Weg zur Marktführerschaft
1970 werden der Gauselmann Großhandel und 1972 die adp Gauselmann GmbH gegründet. Die drei Buchstaben adp stehen für „aus der Praxis“. Das erste selbstentwickelte und produzierte Geldgewinnspielgerät, der MERKUR B, kommt 1977 auf den Markt. Das Vorhaben, Geld-spielgeräte nicht nur zu verkaufen und zu betreiben, sondern selbst zu produzieren, reifte schon länger in Paul Gauselmann. Doch erst der Lieferboykott eines großen Herstellers bringt ihn dazu, seine Idee in die Tat umzusetzen. Von dem Entschluss bis zur endgültigen Zulassung der ersten Eigenentwicklung durch die Physikalisch-Technische Bundesanstalt (PTB) vergehen vier Jahre. Wegen der sensationell neuen Ideen, die die Spieler begeistern, werden mit dem MERKUR B – trotz technischer Anfangsmängel – auf Anhieb doppelt so hohe Kassenergebnisse erzielt als mit den bis dahin führenden Geräten im Markt.

Auch die Erfindung der modernen Spielstätte gehört zu den Höhepunkten des unternehmerischen Lebens von Paul Gauselmann. Mit der Idee, das Spiel am Automaten als Freizeitgestaltung attraktiver zu machen, hat sich der Jung-Unternehmer schon länger beschäftigt. 1974 ist es soweit: Er verwirklicht seine Vorstellungen in Delmenhorst und eröffnet sein erstes eigenes Automaten-Freizeit-Center. Bis dahin waren die damaligen Betriebe als „Spielhöllen“ in der Branche verschrien. Mit dem Qualitätskonzept in Ausstattung und Design sowie der Qualifizierung des Personals werden völlig neue Maßstäbe gesetzt. Der Begriff „Spielothek“ wird zum Synonym für die moderne Spielstätte. Das daraus resultierende Unternehmen MERKUR-Spielothek (heute als MERKUR Casino bekannt) entwickelt sich im Verlauf der Jahre zur führenden und mehrfach ausgezeichneten Spielstättenkette in Deutschland.

1976 zeichnet der Künstler Werner Ganteföhr für seinen Freund Paul Gauselmann eine Sonne und schlägt ihm dieses Emblem als Logo für seine erste Eigenentwicklung vor. „Punkt, Punkt, Komma, Strich, fertig ist das Mondgesicht. Kreis herum und Zacken dran, damit es richtig strahlen kann!“ Da 1976 ein Merkurjahr ist, wird der neue Geldspieler kurzerhand „MERKUR“ und das Logo „MERKUR-Sonne“ getauft. Und aus dem Automaten-Freizeit-Center wird schon bald die Merkur-Spielothek.

Der furiose Erfolg des MERKUR B hallt noch nach, da präsentiert Paul Gauselmann bereits weitere Automateninnovationen aus seiner „Ideenschmiede“. 1983 wird dabei zum Schlüsseljahr für das Unternehmen: In dem neuen Geldspielgerät „Merkur Disc“ drehen sich erstmals keine Walzen mehr, sondern Scheiben. Mit über 40.000 verkauften Einheiten ist der „Merkur Disc“ bis heute das meistverkaufte Geldspielgerät in Deutschland. Dank dieses Erfolgs übernimmt die Gauselmann Gruppe 1985 mit mehr als 50 Prozent Marktanteilen die Marktführerschaft als Hersteller von Unterhaltungsspielgeräten mit Geldgewinn in Deutschland.

Mit der Gründung weiterer Firmen und der Übernahme bereits bestehender Unternehmen, beispielsweise der NOVA mit Sitz in Hamburg, geht das Unternehmen weiter auf Wachstumskurs.

Insbesondere die NOVA trägt entscheidend zur Verbreitung einer neuen Unterhaltungskultur bei, denn Videospiel bedeutet Automatenspiel. Damals häufig als „Killerautomaten“ verschrien, werden Videogames heute in fast jedem Kinderzimmer am PC gespielt. Darüber hinaus verfügt die NOVA über ausgezeichnete Kontakte zu Herstellern in den USA und in Japan und entpuppt sich dadurch schon bald zum zentralen Importhaus für Unterhaltungsspielgeräte in ganz Europa. Auch das Kultspielgerät Flipper erlebt dank des europaweiten Vertriebs unter der MERKUR-Sonne eine neue Hochphase. Im Jahr 1980 gründet Paul Gauselmann schließlich die Gauselmann AG als Holding für die vielen weiteren, auch internationalen Tochterunternehmen, die heute zur Gauselmann Gruppe gehören.

Auch mit 85 Jahren ist Paul Gauselmann immer noch zentraler Ideengeber, Entwickler und Techniker, der sein Ohr nah am Markt hat und erkennt, was den Spielgästen gefällt. „Das SPIEL ist der Ursprung unseres Unternehmens!“ 14 Entwicklungsteams weltweit, von Australien bis Amerika, folgen heute seinen Impulsen.

In der Region verwurzelt, in der Welt zu Hause
Die strategische Internationalisierung der Unternehmensgruppe nimmt bereits in den 1990er Jahren ihren Anfang. Mit dem Tochterunternehmen Atronic, das von Sohn Michael unternehmerisch geführt wird, begibt sich Paul Gauselmann auf das Parkett der internationalen Casino-Märkte. Als einziges europäisches Unternehmen erhält Atronic 1998 sogar die Herstellerlizenz für den US-Bundesstaat Nevada und erobert mit seinen innovativen Produkten den wichtigsten Casinomarkt: Las Vegas.
Heute werden fast 60 Prozent des Umsatzes der Gauselmann Gruppe im Ausland erwirtschaftet. Massive Restriktionen in Deutschland lassen in Spielbetrieben und Gaststätten kaum mehr Raum für „das Spiel mit und um kleines Geld“. Auch die Gauselmann Gruppe muss ihr Angebot in Spielstätten verkleinern, verzeichnet Einbußen im Verkauf und in der Aufstellung. Dennoch findet kein Stellenabbau statt. Am Produktionsstandort Lübbecke werden auch weiterhin sämtliche Innovationen – vom Multigamer bis zum Sportwettgerät für die stark wachsenden Gauselmann-Sportwettmarken Cashpoint, XTiP und Betcenter – für das Inland und besonders den Export hergestellt.

Alles andere als ein Einzelkämpfer
38 Jahre lang lenkt Paul Gauselmann als Vorstandsvorsitzender im Verband der Deutschen Automatenindustrie e. V. (VDAI) die Geschicke der Automatenbranche und sorgt mit seinem Weitblick, seinem unternehmerischen Gespür für Trends und Entwicklungen und nicht zuletzt mit seiner charismatischen Persönlichkeit dafür, dass die Umsätze der deutschen Automatenwirtschaft bis 2012 kontinuierlich steigen und sich die Branche zu einem bedeutenden Wirtschaftszweig mit mehr als 70.000 Beschäftigten entwickelt.
Bereits seit 1966 engagiert er sich auf regionaler Verbandsebene, 1971 wird er Vorsitzender des Deutschen Automatenverbandes (DAV) in Nordrhein-Westfalen. Schon damals weiß Paul Gauselmann, dass eine Gruppe, geeint in einem Branchenverband, mehr erreichen kann als der einzelne Unternehmer. Vor diesem Hintergrund kämpft Paul Gauselmann unermüdlich für die Interessen und den Fortschritt in der gesamten Automatenwirtschaft und schneidet sich, wie er immer selbst sagt, „vom Gesamterfolg dann seine Scheibe ab“.
Als angesehener und kompetenter Ansprechpartner vertritt er prägnante Branchenthemen vor Politikern ebenso wie in den Medien und bringt damit so manchen Stein ins Rollen: So zum Beispiel die Automatenselbstkontrolle als eine der ersten aktiven Präventionsmaßnahmen in den 1980er Jahren, als das Thema ‚übermäßiges Spiel‘ überhaupt zum ersten Mal öffentlich diskutiert wird, und 2006 übernimmt er eine führende Rolle bei der Gestaltung und Umsetzung einer grundlegend neuen Spielverordnung.

Top-Arbeitgeber und Ausbildungsbetrieb
Die Gauselmann Gruppe gehört in der Region Minden-Lübbecke zum größten und somit auch zum wichtigsten Arbeitgeber überhaupt. Und Paul Gauselmann ist stolz darauf, dass Betriebszugehörigkeiten unter den Beschäftigten von 25, 30, 40 oder sogar 45 Jahren keine Seltenheit sind. Aktuell arbeiten rund 14.000 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter weltweit bei der Gauselmann Gruppe, davon 7.400 in Deutschland. Circa 250 Auszubildende und dual Studierende sind in über 20 unterschiedlichen Ausbildungsberufen im Unternehmen tätig. Seit 2008 gibt es zudem die branchenspezifische und IHK-anerkannte Berufsausbildung „Automatenfachmann/-fachfrau“. Paul Gauselmann gehört zu den entscheidenden Initiatoren, die sich für die Konzeption und Einführung dieser Ausbildung eingesetzt haben. Weit über 1.000 junge Menschen haben inzwischen von der Chance auf eine qualifizierte Berufsausbildung in der Automatenwirtschaft Gebrauch gemacht. Allein in diesem Jahr, Anfang August, haben 88 Auszubildende im Unternehmen begonnen.

Für die Zukunft vorgesorgt
Um den Konzern auch in den nächsten Generationen als Einheit zu sichern, agiert die Gauselmann Gruppe seit dem 1.1.2016 unter dem Dach der Gauselmann-Familienstiftung. Mit diesem Schritt haben Paul Gauselmann und seine Familie vorausschauend den Weg für einen langfristigen Zusammenhalt und eine stabile Zukunft der Gauselmann Gruppe als Arbeitgeber und Wirtschaftsmotor in Familienbesitz geebnet. Als Alleingesellschafterin aller Unternehmen der Gauselmann Gruppe trifft die Gauselmann-Familienstiftung, in der die vier Familienstämme des Gründers repräsentiert sind, sämtliche grundlegenden und strategischen Entscheidungen für die Führung, um so den wirtschaftlichen Erfolg der Unternehmensgruppe langfristig zu sichern.

Schloss Benkhausen
2010 entscheidet sich Paul Gauselmann eher zufällig dazu, eines der wichtigsten historischen Baudenkmäler der Region vor dem Verfall zu retten und einer neuen Bestimmung zuzuführen: Schloss Benkhausen.

Im Zuge einer rund fünfjährigen Sanierungsphase wird das 500 Jahre alte Anwesen zu einer der modernsten Tagungsstätten mit Hotel für Unternehmen umgebaut. Mit elf Seminarräumen und 50 Betten steht es sowohl als Schulungszentrum für die Unternehmensgruppe als auch für Seminare und Events anderer Firmen zur Verfügung.
Auch das Deutsche Automatenmuseum, das aus der privaten Sammlung historischer Münzautomaten der Familie Gauselmann einst entstand, sowie ein Cafè mit Biergarten befinden sich auf der Anlage. Der weitläufige Landschaftspark, ein etwa zwei Kilometer langer, neuer Rundwanderweg komplett durch den eigenen Wald und darüber hinaus ein neuer Schiffsanlegeplatz am Mittellandkanal für Fahrgastschiffe werden sukzessive ergänzt. Alles Ideen und Details von Paul Gauselmann, für den Schloss Benkhausen weit mehr ist als eine private Investition: „Schloss Benkhausen ist mein Hobby. Und wenn ich heute Menschen auf Schloss Benkhausen treffe, die ihr Wissen erweitern, Kulturveranstaltungen oder die Natur genießen, die hier standesamtlich heiraten oder mit Freunden im Biergarten entspannen und feiern, dann freue ich mich darüber und vergesse die Kosten und Mühen, die es bereitet hat, diese Mauern und diese Landschaft für die nächsten 500 Jahre wieder mit Leben zu füllen. Mir tut kein Euro leid, den ich investiert habe.“

Tennis und Handball bundesweit erfolgreich gemacht
Sportlich betrachtet schlägt Paul Gauselmanns Herz für Tennis und Handball. Im heimischen Tennisverein Espelkamp-Mittwald e.V. (TVE) engagiert sich Paul Gauselmann gleich dreifach: als Sponsor, als Ehrenvorsitzender und als aktiver Mannschaftssportler in der Altersklasse 85. 2017 wurde der TVE mit seinen Herren-Mannschaften AK 30 und AK 70 wiederholt Deutscher Meister, darüber hinaus wurde ein Spitzenspieler des TVE 2017 sogar Weltmeister in der Altersklasse 75.

Auch für den langjährigen Erfolg des Handball-Bundesligisten TuS N-Lübbecke sind Paul und Sohn Armin Gauselmann als Hauptsponsor der Motor. Ein weiterer Ausdruck seines Engagements stellt der Bau der Merkur Arena in Lübbecke dar, die dem Handballsport in der Region zu neuem Ansehen verholfen hat. Zudem wird auch der Fußball-Landesligist FC Preußen Espelkamp von der Gauselmann Gruppe gesponsert, beispielsweise mit dem neuen Kunstrasenplatz.

Gesundheitsvorsorge ist Herzenssache
Mit besonderem Engagement unterstützt Paul Gauselmann all jene Projekte und Initiativen, die der Gesundheitsvorsorge und der Notfallversorgung im Kreisgebiet dienen. So wäre die Modernisierung des Krankenhauses Lübbecke-Rahden, der Ausbau der Stroke-Unit im Klinikum Minden oder der Bau eines Campus-Gebäudes in Minden zur Ausbildung von Medizinstudenten in OWL ohne den großzügigen persönlichen Einsatz des Unternehmers nicht ohne weiteres möglich gewesen. Als langjähriger Vorsitzender und Vorstandsmitglied des Schlaganfall – Neurologische Klinik Minden e. V. Fördervereins engagiert er sich vor allem für die Schlaganfall-Prophylaxe. Gemeinsam mit den Sparkassen aus der Region wird seit 2001 jedes Jahr eine „Schlaganfall-Info-Tour“ durch den Altkreis Lübbecke organisiert, finanziert und durchgeführt.

Stets ein offenes Ohr für die Belange seiner Mitmenschen
Als Stiftungsgeber der Paul und Karin Gauselmann Stiftung, die sich vorrangig der Unterstützung sozialer und kultureller Belange im Einzugsgebiet des Unternehmenssitzes im Kreis Minden-Lübbecke widmet, und der Stiftung Kinderfamilien-Hilfe, die der temporären Unterstützung minderjähriger Kinder dient, deren Eltern therapeutische Hilfe im Umgang mit Automatenspiel in Anspruch nehmen, hat Paul Gauselmann auch stets ein offenes Ohr für die Belange seiner Mitmenschen. Mit den namhaften Erträgen der jeweiligen Stiftungsfonds werden seit Jahren hunderte Projekte, Initiativen, Vereine, Gruppen und Privatpersonen finanziell gefördert und unterstützt.

Die wichtigste Säule im Leben: die Familie
Hinter dem erfolgreichen Unternehmer steht eine starke Familie! „Ob im Vorstand, im Aufsichtsrat oder im Rahmen der Stiftung – meine Familie ist privat und beruflich die wichtigste Säule in meinem Leben“, bekennt Paul Gauselmann. „Alle meine vier Söhne haben zudem zumindest zeitweise maßgeblich zum heutigen Unternehmenserfolg der Gauselmann Gruppe beigetragen. Mein besonderer Dank gilt meiner Ehefrau Karin, die mir seit über 50 Jahren ermutigend zur Seite steht!“

Text: Gauselmann AG
Fotos: Trend Journal, Sebastian Sander