Von der Liebe und blutrünstigen Pflanzen

Der kleine Horrorladen © jquast

Das Landestheater Detmold zeigt im Theater im Park das skurrile Kult-Musical „Der kleine Horrorladen“ im Motown-Sound.

Bad Oeynhausen. Eine Liebe, die nicht erwidert wird und erst durch eine blutrünstige Pflanze in Fahrt kommt – das klingt nicht nur skurril, es ist auch Teil der Handlung von „Der kleine Horrorladen“. Am 8. Oktober zeigt das Landestheater Detmold um 19:30 Uhr im Theater im Park das Kult-Musical nach dem gleichnamigen Film von Roger Corman. Der Clou dabei: Bei der Musik setzen die Macher auf den Funk- und Soul-Sound der 60er Jahre. Die Vorstellung war ursprünglich für den 26. März geplant, wurde aber im Zuge des Lockdowns verschoben.

Der Blumenladen von Mr. Mushnik hat seine besten Jahre hinter sich. Erst als sein verklemmter Angestellter Seymour Krelbourn unter mysteriösen Umständen eine neuartige Pflanze entdeckt, blüht das Geschäft wieder auf und die Kunden strömen in den Laden. Das exotische Gewächs nennt er »Audrey Zwo«, nach seiner hübschen, aber nicht allzu schlauen Kollegin, in die er heimlich verliebt ist. Diese hat sich bereits seit Längerem auf eine Beziehung mit dem brutalen Zahnarzt Orin eingelassen, dem Seymour nur augenscheinlich nicht das Wasser reichen kann. Der Laden floriert nun zwar, doch dieser Erfolg hat seinen Preis, denn die Pflanze gibt sich nicht mit Wasser und Dünger zufrieden, sondern verlangt menschliches Blut. Schnell wächst Seymour die ganze Sache über den Kopf, denn aus der anfänglich kleinen Topfpflanze wird rasch ein gefräßiges Ungetüm, das bald sein erstes Opfer fordert …

Mit seinen Musicals und Opern hat das Landestheater Detmold in den vergangenen Spielzeiten mehrfach für Furore gesorgt. „Tosca“, „My fair lady“, „Luisa Miller“ aber auch die „Adams Family“ konnten sich nicht nur mit außergewöhnlichen künstlerischen Leistungen hervortun, sie überzeugten auch mit dichten wie lustvollen Inszenierungen und teils pompösem Bühnenbild. Mit dem Schachzug, „Der kleine Horrorladen“ mit der Musik der Motown-Jahre zu garnieren, setzen die Verantwortlichen einmal mehr einen beliebten Stoff in einen neuen Kontext. Heraus kommt dabei ein bizarr, witziges Musical mit Horror- und Comedy-Elementen.

Die Vorstellungen im Theater werden derzeit mit reduzierter Zuschauerzahl durchgeführt. So können zwischen den Plätzen Sitze freigelassen und Abstand gehalten werden. Für die Besucher*innen gilt im Theater eine Mund-Nasen-Schutz-Pflicht. Am Sitzplatz kann die Maske abgesetzt werden. Damit im Falle einer Infektion die Nachverfolgbarkeit möglich ist, müssen die Gäste am Einlass ihre Kontaktdaten hinterlassen. Um die Wartezeiten zu verringern, steht diese Selbstauskunft unter www.staatsbad-oeynhausen.de zum Download bereit. Es wird empfohlen, das Dokument auszudrucken und ausgefüllt zur Vorstellung mitzubringen.

Tickets ab 26,00 € sowie weitere Informationen gibt es in der Tourist-Information im Haus des Gastes, Im Kurpark, Tel. 0 57 31 / 13 00, geöffnet montags bis freitags von 9.00 Uhr bis 17.00 Uhr und samstags von 11.00 Uhr bis 15.00 Uhr sowie online auf www.staatsbad-oeynhausen.de und an allen bekannten Vorverkaufsstellen.

Text: privat