Vorbilder im Ehrenamt 2021

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Die Jury hat entschieden: Die Vorbilder im Ehrenamt 2021 stehen fest.

Zum 13. Mal sollten im zurückliegenden Dezember engagierte Menschen aus den Bereichen Soziales, Kultur und Umwelt in der Hansestadt Herford gewürdigt und ausgezeichnet werden und dadurch anderen Menschen als gutes Beispiel dienen.

 Corona bedingt fiel diese Ehrung der 6 Vorbilder am internationalen Tag des Ehrenamtes am 5. Dezember 2020 durch Bürgermeister Tim Kähler aber leider aus.

Eine Enthüllung der Ehrenamtstafel im Rathaus mit Texten und Fotos der Vorbilder ist für Februar 2021 angedacht, kann aber aufgrund der Pandemie zurzeit nicht fest zugesagt werden.

 Dennoch möchte die Stadt Herford die von einer Jury gewählten Vorbilder natürlich bekannt machen und ihr Engagement einer breiten Öffentlichkeit vorstellen.  Quelle: Stadt Herford

Vorbild im Ehrenamt 2021 Gerd Teuteberg-Pehle

Die Natur und ihre Pflanzen sind seine Leidenschaft. Als Gärtnermeister ist Gerd Teuteberg-Pehle vom Fach, hat als Umweltbildner, Berater und aktiv Anpackender sein Hobby zu seinem Beruf gemacht! Er hält Vorträge – mal in der Biologischen Station, mal im Kleingartenverein.
Gerd Teuteberg-Pehle war der Motor der Kopfweidenaktionen des BUND im Kreis Herford, er macht öffentliche Naturspaziergänge mit Baumbeschreibungen, ist Mitorganisator der Offenen Gartentore im Kreis Herford und zeigt in seinem naturnahen Garten auf, wie Räume für Arten gefördert werden.
Als Umweltschützer fährt er jedes Jahr tausende Kilometer mit dem Rad.
Als Naturschützer findet er geeignete Flächen für Blühstreifen an Straßen- und Wegerändern, um Lebensräume für Wildbienen und Insekten zu schaffen.
Gerd Teuteberg-Pehle ist als Aktivist für den BUND nicht zu ersetzen und nicht nur für naturverbundene Menschen unverzichtbares Vorbild und Vermittler. Herzlichen Dank für Ihren Einsatz!

Vorbild im Ehrenamt 2021 Dr. Fred Pieneck

Wenn es so etwas wie ein Gedächtnis des Stadtjugendringes Herford gibt, dann stößt man unweigerlich auf Dr. Fred Pieneck. Über 50 Jahre wirkte er erfolgreich für das Herforder Gremium und gestaltete im Vorstand und als Vorsitzender dessen Aufgaben nachhaltig mit.
Der Stadtjugendring vernetzt die Jugendverbände in der Stadt, er arbeitet in vielen Gremien mit, ist Träger von Ferienspielen und betreibt ein Jugendzentrum. Fred Pieneck war hervorragend vernetzt und konnte so der aktiven Arbeit im Stadtjugendring immer den Rücken stärken.
Nicht zuletzt hatte er großen Anteil daran, dass die Arbeit mit einer Geschäftsstelle versehen wurde und dadurch einen professionellen Rahmen erhielt.  
Er ist derjenige, der sich für die festen Strukturen eines verlässlich und kreativ arbeitenden Stadtjugendringes eingesetzt hat.
Fred Pieneck ist ein Urgestein der Herforder Jugendarbeit. Für sein Engagement bedanken sich der Stadtjugendring und die Hansestadt Herford ganz herzlich.

Vorbild im Ehrenamt 2021 – Herforder Mittagstisch

Und „die im Dunkeln sieht man doch“ – jedenfalls die rund 60 Helferinnen und Helfer des Herforder Mittagstisches. Seit 1997 sind ihnen alle Mitmenschen willkommen, keiner wird abgewiesen. In den Räumen an der Hermannstraße bekommen alle eine warme Mahlzeit.
Jeder Mensch hat eine Würde und verdient menschliche Zuwendung. Hinter all diesen Menschen, die täglich beim Herforder Mittagstisch zusammenkommen, stehen Lebensgeschichten und auch oft Schicksalsschläge, die jede und jeden treffen kann.Der Herforder Mittagstisch zeigt, dass die Menschen am Rande der Gesellschaft – vereinsamt, verarmt, verzweifelt und oft vom Schicksal schwer getroffen – Respekt und Würde erhalten müssen. Und er verleiht unserer reichen Gesellschaft etwas, was sie immer weniger bietet: Ein menschliches Antlitz.
Ohne den Herforder Mittagstisch und seine engagierten Ehrenamtlichen wäre Herford ein ganzes Stück ärmer. Herzlichen Dank für Ihren Einsatz!

Vorbild im Ehrenamt 2021 Die Seniorinas

Vor acht Jahren eroberten die Seniorinas die Herforder Kleinkunstbühne im Bürgerzentrum Haus unter den Linden. Was mit kleinen Sketchen begann, entwickelte sich zunehmend zum abendfüllenden Programm.
Heute nehmen die vier Seniorinas selbstbewusst und bissig die große Politik auf’s Korn, schauen aber auch den örtlichen Entscheidungsträgern kritisch auf die Finger. Natürlich werden auch die eigenen Unzulänglichkeiten charmant wie augenzwinkernd unter die Lupe genommen.
Mit jedem neuen Programm hat die Zahl ihrer begeisterten Zuschauer*innen weiter zugenommen und so dürfen die Seniorinas mit Stolz von der Bühne auf eine wachsende Herforder Fangemeinde blicken.
Die Besonderheit dabei: Der Eintritt ist immer frei, damit möglichst vielen Menschen eine gute Zeit bereitet werden kann.
Die Seniorinas bereichern das kulturelle Leben in Herford, erreichen insbesondere auch viele ältere Menschen und ermöglichen diesen eine Teilhabe am gesellschaftlichen Leben.
Dafür ein herzliches Dankeschön!

Vorbild im Ehrenamt 2021 – Nico Zimmermann

Nico Zimmermann hat schon früh Verantwortung übernommen. Schon als Kind ist er in die Jugendfeuerwehr Herford-Mitte eingetreten und bringt sich dort seit 7 Jahren aktiv ein
Doch damit nicht genug: In der Otto-Hahn-Realschule engagierte sich der heute 16-jährige schon früh in der Schulsanitäter AG. Zusammen mit anderen ließ er sich zum Ersthelfer ausbilden, um den Mitschülerinnen und Mitschülern im Notfall zu helfen. Zudem hat er die Pausen seiner Mitschülerinnen und Mitschüler aktiv mitgestaltet und war verantwortlich für die Aus- und Rückgabe der Spielgeräte.
Sein Bedürfnis zu gestalten und verantwortlich zu handeln war damit aber noch nicht ausgeschöpft. Er übernahm an seiner Schule das höchst mögliche Amt: Nico Zimmermann wurde Schülersprecher und damit der Interessenvertreter seiner Mitschülerinnen und Mitschüler.
Seine Bereitschaft, sich schon früh im Leben aktiv zu engagieren und sich für das Gemeinwesen einzusetzen ist groß und verdient unseren Respekt.
Nico Zimmermann – ein herzliches Dankeschön für deinen Einsatz!

BIA Projekt – Frauenhaus Herford

BIA steht für Begleitung im Alltag. Das BIA Projekt wurde im Jahr 2011 durch das Frauenhaus Herford e.V. ins Leben gerufen.
Griet Behrends, Gabriele Kasper, Brigitte Wendel und Silke Quentmeier engagieren sich für gewaltbetroffene Frauen und ihre Kinder, die im Herforder Frauenhaus Zuflucht gesucht haben.
Sie sind geflohen vor jahrelanger Unterdrückung und Machtstrukturen innerhalb der Partnerschaft oder Familie und mussten physische und /oder psychische Gewalt erleben. Durch diese Gewalterlebnisse können Traumata entstehen, die schwere körperliche und psychische Folgen haben können.
Die Begleitung im Alltag durch die ehrenamtlich engagierten Frauen ist elementar für die Stabilisierung und Stärkung der Frauen in ihrem eigenständigen Leben. Die Angebote können dabei sehr unterschiedlich aussehen.
Die Klangentspannung von Griet Behrends und das Bewegungsangebot von Gabriele Kasper unterstützen das Wiedererlangen der eigenen Körperwahrnehmung und der verlorenen Kontrolle über ihren Körper.
Das Angebot Deutschkurs von Brigitte Wendel fördert durch das Erlernen der deutschen Sprache und Schrift, die Selbstständigkeit und Unabhängigkeit der Frauen für ein gewaltfreies und unabhängiges Leben.
Silke Quentmeier unterstützt schon seit einigen Jahren eine Frau, die mit ihrem Kind aus dem Frauenhaus in eine eigene Wohnung gezogen ist. Die Unterstützung beinhaltet ganz pragmatische Hilfe bei Alltagssituationen, wie zum Beispiel Behördengänge, Arztbesuche, Briefverkehr, etc.
Ein ganz herzliches Dankeschön für Ihren Einsatz, Ihre Mühe und Ihre Zeit.

Texte + Fotos: Stadt Herford