Vorbildliches inklusives Verhalten

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Klaus-Weihe-Preis für Unternehmer Karl Stefan Preuß

Wer mit offenen Augen durch die Welt geht, sieht nicht nur mehr, sondern kann auch mehr bewegen. Einer, der das tut, ist der Unternehmer Karl Stefan Preuß. Als er auf seinem täglichen Weg zur Arbeit behinderte Menschen auf der Mindener Nordbrücke beobachtete, die dann in der Werkstätte der Diakonie verschwanden, ließ ihn der Gedanke nicht mehr los, warum diese „Brückenmenschen“ versteckt beschäftigt werden und nicht in der Öffentlichkeit arbeiten. Hier musste Abhilfe geschafft werden, Integration statt Ausgrenzung. Und so öffnete der WEZ-Chef sein Unternehmen für die „Unsichtbaren“. In elf der 22 WEZ-Märkte ist nun je ein Mensch mit Behinderung tätig, alle Mitarbeiter der „Lebenshilfe Arbeit“, einem Integrationsunternehmen der Mindener Lebenshilfe, das Menschen mit Behinderung hilft, den Schritt aus den Werkstätten in den ersten Arbeitsmarkt zu finden. Bei WEZ haben sie ihren Platz an exponierter Stelle: Die Gemüseabteilung, wo sie von jedermann gesehen und wert geschätzt werden. Als Anerkennung für das herausragende Engagement um Inklusion wurde Karl Stefan Preuß Anfang Juni im Rahmen einer Feierstunde der Klaus-Weihe-Preis der Mindener Lebenshilfe verliehen. In ihrer Laudatio würdigte Dr. Sandra Thiedig vom Vorstand der Lebenshilfe Karl Stefan Preuß Vorreiterrolle als Arbeitgeber und die Art seines Einsatzes als strukturiert, niemanden überfordernd und nachhaltig. Karl Stefan Preuß empfindet sein Handeln selbstverständlich, fühlte sich aber dennoch geehrt. Als seine elf Mitarbeiter mit Behinderung sich bei ihm und seiner Frau Nadia Galetti mit roten Rosen bedankten, war Karl Stefan Preuß sichtlich gerührt und brachte das auch mehrfach zum Ausdruck.

Weitere Infos unter: www.lebenshilfe-minden.de