Was macht eigentlich Johannes Weikl ???

„Aufgeben kommt nicht in Frage“ – eine Lebenseinstellung, die mich seit meine Kindheit prägt. Wünschen wir uns nicht zu oft, dass unser Leben unbeschwert und völlig tiefenlos seinen Weg geht?! Dabei sind die Höhen diese Momente, die uns vor Glück innerlich aufschreien lassen, die uns positiv bereichern, die uns Lebensfreude schenken und die uns die Liebe zu Dingen und Menschen näherbringen, die uns ans Herz gewachsen sind. Ich kann voller Stolz sagen, dass ich Vater eines sehr liebenswerten, herzerwärmenden 1,5-jährigen Jungen bin. Kinder sind das Glück dieser Welt. Wir Erwachsene können von den Kids eine Menge lernen. Ich konnte schon mehrmals beobachten, mit welch Enthusiasmus und Begeisterung mein Sohnemann die Welt erkundigt – und war ganz erstaunt, wie er z. B. lernte, die Laute der Tiere aus seinem Lieblingsbuch nachzuempfinden. Kinder legen eine Lebensfreude an den Tag… da können sich die Erwachsenen echt eine Scheibe abschneiden. Um es kurz zu fassen: Meine Liebe zu meinem Beruf ist unbeschreiblich, aber nicht zu vergleichen mit der Liebe zu meinem Sohn.

Auch oder gerade weil mein Lebensweg bisher nicht ganz so lief, wie ich es mir vorgestellt hatte, kann ich sagen: Tiefen prägen genauso wie Höhen. Und auch Schwächen sind Stärken. Ich wäre nicht „ICH“, wenn ich nicht auch zu meinen Schwächen stehen würde. Der größte Gegner sind manchmal wir selbst.

Ich kann von Glück reden, dass ich am Anfang meines bisherigen Weges als Schauspieler die richtigen Menschen zur richtigen Zeit getroffen habe, die mich positiv und äußerst motivierend ein Stück weit begleitet haben. Eine dieser Personen ist die Passauer Kabarettistin, Sängerin und Schauspielerin Barbara Dorsch. Sie hat mich beeindruckt. Vor fünf Jahren entdeckte ich mein Hobby, das ich bis zum heutigen Tag verfolge: Ich schreibe sehr gerne Texte, u. a. habe ich mich im Liederschreiben geübt. Zusammen mit eben erwähnter Barbara Dorsch ist ein Song entstanden, der Ende Juni 2020 filmisch als Musikvideo unter der Regie von Mario Köstinger umgesetzt wurde. In „Typisch ich“ (demnächst auf YouTube zu sehen) dreht sich alles um die Selbstfindung. Darum, sich selbst treu zu bleiben, sich nicht zu verstellen. Denn Masken brauchen wir nicht. Nein, ich möchte keine Gesangskarriere starten 😉 Doch mir liegt am Herzen, Menschen zu motivieren und einen Teil meines „positiven Ichs“ weiterzugeben. Denn oft schlummern Talente in einem, die einfach nur geweckt werden müssen. Mit einer ordentlichen Portion Fleiß und etwas Glück kommt man seinem Ziel schon viel näher.

2017 starteten die Dreharbeiten zu meinen ersten Kurzfilm „Finstere Au“. Hier hatte ich das Glück und die Ehre unter der Regie des bekannten Passauer Filmemachers (filmimpuls) Philipp Wagner die Hauptrolle „Xare Hartl“ verkörpern zu dürfen. Ich würde sagen, dass der Dreh meinen Weg als Schauspieler sehr geprägt hat. 2018 gewannen wir den als „Independent Oscar“ bekannten Kurzfilmpreis „Camgaroo Award“. Im selben Jahr wurden wir in die Top 3 des „13 Street Shocking Short Awards“ von einer prominenten Jury gewählt. Der Abend mit atemberaubenden Momenten bleibt für mich unvergesslich. „Finstere Au“ ist übrigens auf YouTube zu finden.

Im Sommer 2018 begannen die Dreharbeiten zu meinem ersten Kinofilm: Restguthaben – Zeit, die einem bleibt. Regisseur Benjamin Strobl und seinem Team sowie den Hauptdarstellern Oliver Scheffel, Moses Wolff, Josef Eder und Eva Gottschaller habe ich einzigartige Dreherfahrungen zu verdanken. Die Kommunikation im Vorfeld und am Set war immer offen, fair, lustig, sympathisch und persönlich – von den Produzenten bis hin zu den Komparsen. Ich bin sehr stolz als Antagonist „Pete Reitmaier“ ein Teil des Teams zu sein. Die niederbayerische Tragikomödie ist noch in diesem Jahr im Kino zu sehen. Das liebevolle Dorfporträt – gedreht wurde in Passau und Umgebung – passt meiner Meinung nach auch perfekt in die aktuelle Zeit. Am Ende bleibt die Frage: Lebe ich das Leben, das mich glücklich und zufrieden macht?

Das glatte Gegenteil von „Pete Reitmaier“ in „Restguthaben“ ist meine Rolle als Felix im Projekt „Gefangen“ unter der Regie von Kai Sitter und Produzent Seren Sahin. Mit „Gefangen“ durften wir uns 2020 über Nominierungen bei der Regensburger Kurzfilmwoche, bei der Landshuter Kurzfilmnacht und bei der Augsburger Kurzfilmwoche freuen.

Durch meine erfolgreiche Zusammenarbeit mit meiner Agentin Evdoxia Karachaliou von Actors and Faces mit Sitz in Berlin darf ich stolz verraten, dass weitere Neuigkeiten in Sachen Film anstehen. Ende 2020 starten nämlich die Dreharbeiten eines Western-Spielfilms im wunderschönen Österreich. Ich freue mich schon auf die Herausforderung der eisigen Kälte und dem Dreh in einer Freiheit so wie Gott uns Schuf. Zuvor beginnt aber bereits im Sommer 2020 der Dreh eines mittellangen Spielfilms mit mir in der Hauptrolle. Ich bin schon wahnsinnig aufgeregt und natürlich offen für weitere tolle Filmprojekte mit kreativen Machern vor und hinter der Kamera.

Ich mache fast jeden Tag Sport, höre positive Songs und versuche, negatives so gut wie möglich auszublenden. Ich liebe die Natur, gehe so oft ich Zeit finde im Wald joggen. Bei einem Grillabend mit Freunden bin ich aber genauso gerne dabei. Ich wage zu behaupten, dass ich ein sehr lebensfroher, positiver und zielstrebiger Mensch bin und gehe mit einem Lächeln durchs Leben. Denn ich hab die Erfahrung gemacht: Wenn man andere anlacht, kann man das eigene Glücklichsein weitergeben.

Ich tüftle an neuen Texten und probiere hobbymäßig im Bereich Gesang einiges aus. Auch schreibe ich an einem eigenen Drehbuch – allerdings steht die Realisierung noch in den Sternen, ich hoffe, dass ich die richtigen Leute für die filmische Umsetzung gewinnen kann. Ich lebe meine Berufung, allgemein die Kunst, und werde mich in meiner weiteren Laufbahn dafür einsetzen, dass Kunst und Kultur systemrelevant ist und bleibt. Mit allen, die etwas anderes behaupten, würde ich mich gerne mal bei einem Kaffee austauschen.

Fotos: Philipp Wagner, Benjamin Strobel, LowerBavariaFilms