Zeitvertreib-Taschen für Kinder gepackt

Ein Foto von den „Zeitvertreib-Taschen“ für Kinder und Jugendliche (Bildnachweis: Stadt Minden).

Gemeinsame Aktion der Stadt Minden mit den Bildungspartnern

Minden. Die Corona-Krise bedeutet seit Mitte März für alle Kinder und Jugendlichen keine Kita, keine Schule, keine Freunde und keinen Sport. Aber was kann man dagegen tun? Das fragten sich nicht nur viele Eltern, sondern auch die Mitarbeiter*innen aus den Bereichen des Allgemeinen Sozialen Dienstes (ASD), der Schulsozialarbeit, aus dem Quartiersmanagement und der Jugendarbeit der Stadt Minden.

In einer kurzfristigen Aktion wurden „Zeitvertreib-Taschen“ mit allerlei schönen Dingen für Kinder gepackt, mit denen diese gemeinsam mit ihren Eltern die Zeit ein wenig bunter, kreativer und bewegungsreicher werden lassen können. Die Taschen werden durch Mitarbeiter*innen aus Jugendamt und Schulsozialarbeit der Stadt zu den betroffenen Familien gebracht. Mit dabei ist immer auch eine kleine Infokarte mit den wichtigsten Telefonnummern bei kleinen und großen Sorgen. „Das Ganze ist jedoch nur möglich geworden durch die kurzfristige und unkomplizierte finanzielle Unterstützung der Mindener Bildungspartner. Dafür bedanken sich alle beteiligten Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter ganz herzlich“, unterstreicht Jugendamtsleiter Rainer Mohnfeld.

„Die Bildungspartner Minden unterstützen seit vielen Jahren benachteiligte Kinder und Jugendliche in ihrer schulischen Entwicklung. Die Corona-Pandemie führt aktuell dazu, dass wir einen Teil der Kinder über die Schulen nicht erreichen können. Oft sind es aber gerade diese Familien, die ihre Kinder in einem häuslich beengten Umfeld fördern und betreuen müssen. Um in dieser Situation ein wenig zu helfen, finanzieren die Bildungspartner Minden diese Aktion, die gemeinsam mit der Stadt Minden umgesetzt wird,“ so Hans-Jürgen Weber von den Bildungspartnern.

Daniela Thoring, Koordinatorin Jugendarbeit/Jugendschutz, erklärt den Hintergrund der Idee: Es gab in der aktuellen Situation schnell eine Vielzahl von digitalen Beschäftigungsangeboten für Kinder. Über das Netz wurden Spielideen und Bastelanleitungen verbreitet, um sich die schullose Zeit zu vertreiben. Viele Familien verfügen aber nicht über die entsprechenden digitalen Zugänge oder auch nicht über Material und Voraussetzungen, um diese tollen Ideen und Anleitungen zu nutzen.

Stadt Minden und die Bildungspartner hoffen gemeinsam, dass mit Malbüchern, Stiften, Gummitwist und Bastelsets eine Tasche voller Lebensfreude in die Familien kommt und wünschen für die Kinder und Jugendlichen, dass bald wieder mehr Normalität ins Leben zurückkehrt.

Text: privat